Apple aktualisiert seine Desktop-Rechner und setzt dabei voll auf KI-Performance für den Schreibtisch. Der Tech-Riese aus Kalifornien spendiert dem ultrakompakten Mac mini sowie dem leistungsstarken Mac Studio eine umfassende Überarbeitung. Die neuen Geräte bekommen frische Prozessoren verpasst und lassen sich ab sofort vorbestellen, während die Auslieferung an Kunden sowie der Verkaufsstart im Handel am 22. September startet.
Beim kleinen Mac mini verbaut der Hersteller den frisch vorgestellten M6-Chip sowie den M5 Pro. Das Basismodell verfügt über 12 CPU-Kerne und 12 GPU-Kerne, was für eine flüssigere Bedienung sorgt. Zum ersten Mal sind in jedem Grafik-Kern spezielle Beschleuniger für künstliche Intelligenz integriert. Das sorgt laut Hersteller für eine bis zu viermal schnellere KI-Performance und eine verdoppelte Grafikleistung im Vergleich zum Vorgänger mit M4-Chip.
Beim Arbeitsspeicher stehen standardmäßig 16 Gigabyte zur Verfügung, die sich auf bis zu 32 Gigabyte erweitern lassen, bei einer Bandbreite von bis zu 170 Gigabyte pro Sekunde. Wer noch mehr Leistung für professionelle Anwendungen benötigt, greift zum Modell mit M5 Pro. Dieser Chip lässt sich mit bis zu 18 CPU-Kernen sowie maximal 20 GPU-Kernen bestücken und unterstützt bis zu 64 Gigabyte Arbeitsspeicher.
Anschlüsse für Wi-Fi 7, Bluetooth 6 und 2,5-Gbit-Ethernet sind in beiden Varianten an Bord. Preislich startet der Mac mini mit M6-Chip bei 1.049 Euro beziehungsweise 929 Euro im Bildungsbereich. Für die leistungsfähigere Ausführung mit M5 Pro verlangt der Hersteller mindestens 1.999 Euro oder 1.879 Euro für Bildungskunden. Ebenfalls neu im Sortiment ist der Mac Studio, der wahlweise mit dem M5 Max oder dem starken M5 Ultra ausgestattet ist.
Die Ultra-Variante basiert auf einer Quad-Die-Architektur und vereint bis zu 36 CPU-Kerne sowie 80 GPU-Kerne. Der Arbeitsspeicher lässt sich auf bis zu 512 GB heben, bei einer Bandbreite von 1,2 Terabyte pro Sekunde. Diese Ausführung erscheint allerdings erst Ende Oktober. Preislich schlägt der Mac Studio mit M5 Max ab 2.999 Euro zu Buche (Bildungsbereich ab 2.759 Euro), die Version mit M5 Ultra kostet mindestens 6.599 Euro (Bildungsbereich ab 6.119 Euro).
Der M6-Chip wird erstmals in einem modernisierten 2-Nanometer-Verfahren gefertigt, was ihm trotz verringertem Energieverbrauch zu Höchstleistungen verhilft. Zudem sind auf beiden Desktop-Systemen das Betriebssystem macOS 27 Golden Gate sowie die neuesten Funktionen von Apple Intelligence installiert. Apple betonte auch ökologische Aspekte: Der Mac mini besteht zu 50 Prozent aus recycelten Materialien, beim Mac Studio sind es 35 Prozent.