Betreiber von KI-Rechenzentren und Cloud-Anbieter müssen sich auf höhere Kosten einstellen. Der Marktführer für KI-Beschleuniger hat bereits im Juli 2026 die Preise für nahezu alle Produktlinien um 30 Prozent erhöht.
Jetzt kommt der nächste Preisschub: Ab Anfang 2027 sollen die KI-Server mit Vera-Rubin- und Grace-Blackwell-Chips um mehr als 15 Prozent teurer werden. Der Grund liegt in den rasant steigenden Preisen für Speicherchips, insbesondere HBM und LPDDR5.
Wie es bei "Networkworld.com" heißt, spiegelt diese Entwicklung die Marktlage im gesamten KI-Umfeld wider.
Gartner-Analyst Gaurav Gupta erklärt: "Die Speicherpreise steigen, insbesondere bei HBM und LPDDR5. Aber es gibt weitere Faktoren, die die Preise treiben – etwa hochmoderne Foundry-Wafer, fortschrittliches Packaging sowie Engpässe bei anderen Komponenten."
Scott Bickley von der Info-Tech Research Group sieht trotzdem Möglichkeiten zur Kostenkontrolle: "Durch Techniken wie Modell-Routing, Komprimierung und Batch-Verarbeitung können Sie eventuell mehr aus den derzeit betriebenen Clustern herausholen."
Auch das Auslagern bestimmter Aufgaben an kleinere Sprachmodelle (Small Language Models) könnte helfen. Mike Wilkes, Sicherheitschef bei Aikido Security, empfiehlt: "Das verschafft CIOs ein Druckmittel gegen Abzocke oder einseitige Preisgestaltung."
Besserung ist laut den Experten auf absehbare Zeit nicht in Sicht. Vorerst müssen sich IT-Verantwortliche mit den aktuellen Marktbedingungen arrangieren.