Engpass bei Herstellern

Die Krise startet erst – Speicher wird 2027 noch teurer

Samsungs Speicherchef warnt: Der Bau neuer Halbleiterwerke dauert zu lange. Arbeitsspeicher und SSDs könnten noch knapper werden.
Digital  Heute
31.07.2026, 16:09
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Schlechte Nachrichten für alle, die sich neuen Arbeitsspeicher oder eine SSD kaufen wollen: Die Speicherkrise dürfte sich im kommenden Jahr weiter verschärfen. Das geht aus aktuellen Aussagen von Samsungs Speicherchef Jaejune Kim hervor.

Kim zeichnet ein düsteres Bild, was die Verfügbarkeit von DRAM wie DDR5 und NAND-Flash für SSDs angeht. Anhand aktueller Einblicke bezweifelt er, dass sich die Liefersituation bis 2028 signifikant verbessert.

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"Aufgrund der bei uns eingehenden Anfragen von Kunden dürfte sich die ungedeckte Nachfrage aus diesem Jahr auf das nächste Jahr übertragen", meldet heise online. Die Lieferengpässe sollen 2027 daher noch gravierender ausfallen.

Neue Werke brauchen drei Jahre

Schuld sind laut Kim die langen Vorlaufzeiten neuer Halbleiterwerke. Vom Baubeginn bis zur tatsächlichen Wafer-Produktion vergehen drei Jahre. Besonders die Spezifizierung der Reinräume und das Hochfahren der Serienproduktion dauern lang.

Bis 2024 hatten Speicherhersteller noch massiv Minus gemacht, weil ein Überangebot die Preise gedrückt hatte. Samsung, SK Hynix, Micron und andere haben daher Neubauten verzögert oder verschoben – genau das fällt der Industrie jetzt auf die Füße.

Hyperscaler kaufen den Markt leer

Vor allem US-amerikanische Cloud-Giganten wie Amazon AWS, Google Cloud, Meta und Microsoft kaufen weiter massenhaft Arbeitsspeicher und SSDs ein. Endkunden und PC-Hersteller bleiben auf der Strecke, weil sich die Speicherhersteller auf Server konzentrieren.

Eine Rückkehr zu den Speicherpreisen von 2025 erscheint daher zusehends unwahrscheinlicher. Samsung schließt mittlerweile bis zu fünf Jahre lange Lieferabkommen ab, um den Bedarf bis ins nächste Jahrzehnt hinein planen zu können.

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