76 Meter hoch, strahlend weiß und gekrönt von einer goldenen Freiheitsstatue mit Engelsflügeln und zwei Adlern: Der umstrittene Triumphbogen von US-Präsident Donald Trump nimmt Gestalt an.
Innenminister Doug Burgum teilte am Donnerstag auf X mit, dass in den kommenden zwei Wochen die Aushubarbeiten für das Fundament in Angriff genommen würden.
Das Problem dabei: Wie der "Spiegel" unter Berufung auf die "New York Times" berichtet, gibt es für das Bauprojekt noch gar keine finale Genehmigung. Denkmalschützer, Anwohner sowie Veteranen haben sich gegen das Vorhaben ausgesprochen und gehen zum Teil juristisch dagegen vor.
Trump hatte sich damit gebrüstet, dass es "der größte und schönste Triumphbogen der ganzen Welt" werde. US-Medien haben ihn in Anspielung auf den Arc de Triomphe in Frankreich bereits "Arc de Trump" getauft.
Mit 76 Metern wäre der Bogen fast dreimal so hoch wie das Brandenburger Tor in Berlin und anderthalbmal so hoch wie der Pariser Triumphbogen.
Das Bauwerk soll in einer Achse mit dem berühmten Lincoln Memorial entstehen. Gebaut wird auf einem Kreisverkehr vor dem Nationalfriedhof Arlington, wo Hunderttausende US-Soldaten begraben sind.
Vietnam-Veteranen und ein Historiker beklagten, durch das monströse Monument werde die Sicht von dem Friedhof behindert.
Die zuständige Kommission der schönen Künste hatte die umstrittenen Pläne im Mai gebilligt. Sie ist durchweg mit Trump-Verbündeten besetzt - der Präsident hatte die ursprünglichen Mitglieder nach seinem erneuten Amtsantritt gefeuert.