Erst am Donnerstag unterzeichnete US-Präsident Donald Trump in Washington ein Dekret zur Umbenennung des Ontariosees in "Lake America". Die Änderung sei "sofort wirksam", sagte Trump damals – nun hat dies auch Google Maps mitbekommen.
Nutzer des Onlinekartendienstes in den USA konnten sehen, dass der amerikanisch-kanadische Grenzsee umbenannt wurde. Grund für die provokante Umbenennung ist ein tobender Handelsstreit mit Kanada. Trump hatte zuvor in einer Videobotschaft eine Karte mit dem neuen Namen des Sees veröffentlicht und dazu gesagt, die USA erwarteten nicht, "noch viele Geschäfte mit Ontario zu machen".
Laut Google werde der Ontariosee jedoch nur in den USA als "Lake America" angezeigt. Grund dafür sei, dass Google Maps dort auf Grundlage des geografischen Namensregister der USA (GNIS) aktualisiert werde. In Kanada werde das Gewässer weiterhin als Ontariosee angegeben.
Nutzer außerhalb der USA und Kanada sollen beide Namen sehen können. Seitens der kanadischen oder der US-Regierung gab es noch keine Reaktion, berichtet der "ORF". In den USA wurde auf Google Maps bereits der Golf von Mexiko als "Gulf of America" angezeigt. Auch dieses Gewässer hatte Trump umbenannt.