Schreckliche Szenen spielten sich in der Nacht auf Sonntag in Aarau im Norden der Schweiz ab. Beim "Aarau Rave VOL. 7" eröffneten unbekannte Täter gegen 2.30 Uhr das Feuer auf die Gäste des Raves. Am Ende war eine Italienerin (22) tot, fünf weitere Menschen zwischen 24 und 31 Jahren wurden teils schwer verletzt – "Heute" berichtete.
Am Tatort fanden die Beamten zwei verschiedene Kaliber. Zum einen 9‑Millimeter-Hülsen, die auf eine Pistole oder Maschinenpistole schließen lassen. Des Weiteren wurden auch Hülsen vom Kaliber 5,45x39 gefunden. Diese kommen bei Sturmgewehren zum Einsatz und gelten als Standardkaliber des AK-74 – dies ist eine Weiterentwicklung der Kalaschnikow.
Die ersten Schüsse sollen aus einer Entfernung von 300 Metern gefallen sein. Die Polizei geht davon aus, dass es sich bei der Toten und den Verletzten um Zufallsopfer handle. Sie hätten keinerlei Verbindung zueinander gehabt. Laut Zeugen sollen sich noch über 100 Menschen auf dem Festival befunden haben, als die Schüsse fielen. Sie sprachen von zwei Schützen.
In der Nacht auf Montag klickten nun die Handschellen für einen Verdächtigen. Wie "20 Minuten" unter Berufung auf die Kantonspolizei Aargau berichtete, wurde der 43-jährige Schweizer gegen 1 Uhr festgenommen. Weitere Informationen zur Festnahme oder zum Tatverdächtigen wurden nicht gemacht. Demnach gehe man aktuell von einem Einzeltäter aus.
Offen bleibt die Frage nach dem Motiv. Seitens der Polizei ging man von drei verschiedenen Theorien aus. So könnte es sich um einen Amoklauf gehandelt haben. Aber auch eine Tat im kriminellen Milieu oder ein Terroranschlag seien nicht auszuschließen. Für Mittwoch wurde nun eine Pressekonferenz angesetzt.