Niederösterreich

Arbeitslosenquote in NÖ so niedrig wie vor 14 Jahren

Die Arbeitslosenquote in Niederösterreich war trotz viertem Lockdown im Dezember so niedrig wie zuletzt vor 14 Jahren.
03.01.2022, 12:07

Die Auswirkungen des nunmehr vierten Lockdowns auf den niederösterreichischen Arbeitsmarkt halten sich auch zu Jahresende in Grenzen. Ende Dezember waren insgesamt 55.003 Personen arbeitslos vorgemerkt – ein Minus von 22,9 Prozent im Vergleich zu Dezember 2020 und ein Minus von 9,3 Prozent im Vergleich zum Dezember 2019.

Absolut größter Rückgang

Niederösterreich verzeichnet somit den absolut größten Rückgang der Arbeitslosigkeit aller Bundesländer (-5.636) im Zweijahresvergleich, relativ gesehen ist es nach Oberösterreich der zweitgrößte. Rechnet man die Schulungsteilnehmer dazu, sind in NÖ gegenüber dem Vorjahresmonat mit 63.149 um 15.513 oder 19,7 Prozent weniger Personen beim AMS gemeldet. Die Arbeitslosenquote wird in NÖ im Dezember voraussichtlich 8 Prozent betragen und liegt damit um 2,4 Prozent unter dem Vorjahresniveau.

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„Die Arbeitslosenquote in Niederösterreich liegt jedenfalls Ende Dezember 2021 mit 8 Prozent knapp unter dem niedrigsten Stand seit Dezember 2007 (mit 8,2 Prozent), also vor 14 Jahren und um 1 Prozent niedriger als vor der Krise. Niedriger war die Arbeitslosenquote in Niederösterreich zuletzt vor 21 Jahren (im Dezember 2000) mit 6,7 Prozent“, freuen sich Arbeitsmarkt-Landesrat Martin Eichtinger und der Landesgeschäftsführer des AMS NÖ, Sven Hergovich.

Vollbeschäftigung in einigen NÖ Bezirken

So liegt beispielsweise die aktuelle Arbeitslosenquote (vom November) im Bezirk Waidhofen/Ybbs mit 2,4 Prozent, in Scheibbs mit 2,7 Prozent in Horn mit 2,8 Prozent sowie in Zwettl mit 3,0 Prozent noch immer deutlich auf Vollbeschäftigungsniveau. Im Bezirk Waidhofen/Thaya liegt die Arbeitslosenquote mit 4,4 Prozent so niedrig wie zuletzt vor 41 Jahren. „Die starke Konjunktur ist spürbar. Durch die gemeinsamen Programme und Angebote können wir diesen Schwung nutzen und Menschen in Beschäftigung halten. Die erfolgreiche Politik des Miteinanders werden wir auch 2022 fortsetzen“, so Eichtinger.

Landesrat Martin Eichtinger
Philipp Monihart

Eine der schwerwiegendsten Folgen einer Arbeitsmarktkrise ist aber steigende Langzeitarbeitslosigkeit. Fast jede fünfte bzw. jeder fünfte Arbeitslose in Niederösterreich ist derzeit ein Jahr und länger auf Jobsuche. Das AMS ist auf einen allfälligen Lockdown im neuen Jahr vorbereitet. "Je geringer die Zahl der arbeitslosen Personen, am Beginn eines Lockdowns, desto wirkungsvoller gelingt es, den entstanden Sockel an Arbeitslosigkeit abzubauen", weiß Hergovich. Im Dezember haben die Beraterinnen und Berater des AMS NÖ knapp 49.000 Vermittlungsvorschläge ausgegeben. Das sind über 10.700 oder 28 Prozent mehr als im Dezember des Vorjahres.