Arbeitsloser muss wegen Kanzler-Beleidigung 500€ zahlen

Das Internet ist kein rechtsfreier Raum, wie bereits einige Kanzler-Beleidiger erfahren mussten.
Das Internet ist kein rechtsfreier Raum, wie bereits einige Kanzler-Beleidiger erfahren mussten.Unsplash
Ein Arbeitsloser aus dem Burgenland beschimpfte Sebastian Kurz aufgrund seiner Corona-Politik. Nun wird er zur Kassa gebeten.

Im vergangenen Winter war die Corona-Pandemie auf ihrem Höhepunkt, dementsprechend restriktiv waren auch die Maßnahmen. Großen Groll darüber hegte ein 35-Jähriger aus dem Mittelburgenland. Sein Ziel: Der damalige Bundeskanzler Sebastian Kurz.

Auf dem Profil einer Freundin beschimpfte der Arbeitslose den Kanzler auf derbe Weise, wie die "Kronen Zeitung" berichtet. Daraufhin wurde offenbar von Amts wegen ein Strafverfahren wegen Beleidigung eingeleitet, Sebastian Kurz musste diesem explizit zustimmen.

500 Euro oder Vorstrafe

Die explizite Wortwahl des Angeklagten wiederum tat diesem im Nachhinein leid, er zeigte sich reumütig und schuldig. Ihm wurde die Einstellung des Verfahrens im Rahmen einer Diversion bei Zahlung von 200 Euro angeboten. Diesen Betrag konnte oder wollte der Arbeitslose nicht aufbringen, weswegen er am Donnerstag erneut ans Landesgericht Eisenstadt musste.

Diesmal erhielt seine wohl letzte Chance: 500 Euro in sechs Raten und die Angelegenheit ist erledigt. Falls nicht, wird er wohl mit einer Vorstrafe belastet.

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