Ärger um Buch: Faßmann stellt Ombudsfrau frei

Bildungsminister Heinz Faßmann setzte vor einem Jahr die Pädagogin Susanne Wiesinger als Ombudsfrau für Kulturfragen ein. Nun erhitzt ein Buch die Gemüter.
Die Pädagogin Susanne Wiesinger hat sich den Unmut des Bildungsministeriums zugezogen. Im Februar 2019 wurde sie von Minister Heinz Faßmann (ÖVP) als Ombudsfrau für Werte- und Kulturfragen eingesetzt. In dieser Zeit verfasste sie ein Buch, das sich kritisch mit dem Bildungsministerium auseinandersetzt.

In ihrem Buch "Kulturkampf im Klassenzimmer" schrieb Wiesinger über Parallelgesellschaften in der Schule. Wie jetzt bekannt wurde, hat sie Minister Faßmann nun mitgeteilt ein weiteres Werk verfasst zu haben. Während ihrer Tätigkeit als Leiterin der Ombudsstelle schrieb sie "Machtkampf im Ministerium".

Ärger über Buch



CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch. Über das neueste Projekt Wiesingers zeigt man sich im Bildungsministerium "überrascht und verwundert". Martin Netzer, Generalsekretär des Bildungsministeriums, zeigt wenig Verständnis für Wiesinger: "Eine pauschale Diskreditierung aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Ministeriums und aller nachgeordneten Dienststellen – so wie es nun im Buch von Frau Wiesinger erfolgt ist - weisen wir entschieden zurück".

Susanne Wiesinger habe "wiederholt den Wunsch geäußert, nach ihrer Funktion als Ombudsfrau wieder in die Schulpraxis zurückkehren zu wollen. Gemeinsam mit der Bildungsdirektion Wien, die ihre zuständige Dienstbehörde ist, wird in den nächsten Tagen darüber beraten, welche Funktion Frau Wiesinger künftig ausüben kann und wird", heißt es in einer Aussendung. Leiterin der Ombudsstelle wird sie freilich nicht bleiben. Medienberichten zufolge wurde sie von dieser Funktion freigestellt.



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