Armin Assinger ließ sich Botox spritzen

In der ersten Folge von Mari Langs Podcast "Frauenfragen" spricht Armin Assinger über Familie, Botox und Gleichberechtigung.
In der ersten Folge von Mari Langs Podcast "Frauenfragen" spricht Armin Assinger über Familie, Botox und Gleichberechtigung.Martina Lang/Mari Lang
In ihrem neuen Podcast stellt Mari Lang bekannten Männern wie Armin Assinger Fragen, die sonst immer nur Frauen zu hören bekommen.

"Was für einen Designer trägst du" und "Wie bringst du Kind und Karriere unter einen Hut?" fragt Moderatorin Mari Lang in ihrem neuen Podcast "Frauenfragen". Antworten kommen diesmal aber ausschließlich von Männern. "Gleichberechtigung betrifft Männer genauso wie Frauen und nur gemeinsam kann man etwas bewegen. Deshalb habe ich für meine Gesprächsreihe bewusst Männer gewählt, damit sie mal sehen, mit wechen dummen Fragen Frauen konfrontiert werden", so Lang im Gespräch mit "Heute".

Armin Assinger über Botox: "Das Luder brennt"

In der ersten Episode ist "Millionenshow"-Moderator Armin Assinger zu hören. Und ähnlich wie in der "Millionenshow" bekommt der 56-Jährige drei Joker, mit denen er unbequemen Fragen ausweichen kann - einen verbraucht er. "Wer keinen Joker braucht, bekommt am Ende ein Geschenk", so Lang. Natürlich auch etwas frauentypisches - wie Badesalz. Noch bevor Assinger einen Joker einlöst, schlürft er Prosecco und erzählt: "Ich habe mir ein Mal Botox in die Stirn spritzen lassen." Der Schönheitseingriff ist schon ein paar Jahre her. "Es war Sommer, ich hatte keine Fernsehauftritte, es ging um nix." Also bekam der Ex-Ski-Star von seiner Hautärztin eine leichte Dosis gespritzt. "Das Luder brennt, wenn man es reinsticht. Ich denke mir was da die Frauen aushalten müssen, wenn sie das machen. Lieber in Würde altern."

"Ich musste mir in den ersten Folgen Frauen vorstellen, um den Männern die Fragen überhaupt stellen zu können. Es hat mich überrascht, wie einprogrammiert Geschlechterstereotype bei uns sind." - Mari Lang

Im Podcast erzählt der TV-Mann, dass er seine Karriere nie hinten anstellen musste, weil "ja meine Frau da war." Und: Das Thema Gleichberechtigung "ist auf meiner Denkliste nicht mit der nötigen Priorität ausgestattet." Nach Langs Interview dürfte sich das aber geändert haben. "Wenn Armin Assinger, der sehr viele Fans hat, im Podcast feststellt, dass es da Themen gibt, über die es sich lohnt, mal nachzudenken, findet er vielleicht Nachahmer. Das ist so mein Wunsch. Dass meine Gäste und ich anders aus dem Gespräch rausgehen, als wir reingegangen sind. Dass wir beide in Sachen Gleichberechtigung dazu lernen", so Lang.

Insgesamt zehn Folgen hat die ehemalige Leiterin der FM4-Sportredaktion aufgenommen. Mit dabei sind unter anderem Christian Kern, Robert Palfrader und Julian Le Play. Für Lang war es anfangs nicht so einfach, den Männern die frauentypischen Fragen zu stellen. "Ich musste mir in den ersten Folgen Frauen vorstellen, um den Männern die Fragen überhaupt stellen zu können. Es hat mich überrascht, wie einprogrammiert Geschlechterstereotype bei uns sind." Eine zweite Staffel hat die 40-Jährige bereits in Planung. Wen sie sich in Zukunft als Gast wünschen würde: "Felix Baumgartner oder Andreas Gabalier."

Mari Lang wurde 1980 in Eisenstadt geboren. Die Journalistin war ab 2001 auf FM4 zu hören und ab 2011 in ORF 1 zu sehen. Der erste Corona-Lockdown im Frühjahr 2020 brachte den Blog "Geschichten aus der Krise" hervor. Seit 5. November gibt es ihren neuen Podcast "Frauenfragen - der Podcast mit Mari Lang"zu hören. 

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