Aufreger nach WM-Wunder

Arnautovic im Schrei-Duell – Rangnick muss ihn bändigen

Österreich löste in letzter Sekunde das Ticket für das WM-Sechzehntelfinale. Dann kochten bei Star-Spieler Marko Arnautovic die Emotionen über.
Sport Heute
28.06.2026, 11:13
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In wenigen Minuten Nachspielzeit durchlebte Fußball-Österreich im Gruppenfinale gegen Algerien erst schier grenzenloses Entsetzen, dann die befreiende WM-Ekstase. Algerien stieß das ÖFB-Team mit dem 3:2 in Minute 93 vom Aufstiegs-Platz. Sasa Kalajdzic erlöste Rot-Weiß-Rot mit dem Ausgleich in buchstäblich allerletzter Sekunde (96.).

Österreich stieg als Gruppenzweiter ins Sechzehntelfinale auf, trifft am kommenden Donnerstag (21 Uhr, ServusTV) in Los Angeles auf Europameister Spanien.

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Die Emotionen entluden sich nach dem Treffer von WM-Held Kalajdzic auf und neben dem Platz – und kochten schließlich nach dem Schlusspfiff über. Während sich die Kollegen noch in den Armen lagen, zeigte sich der Spannungsabfall bei Torschütze und ÖFB-Rekordspieler Marko Arnautovic in Form von Wut.

Ein Fan-Video des Influencers "traveltomtom" zeigt den 49-fachen Teamtorschützen beim hitzigen Wortwechsel mit Algerien-Teamchef Vladimir Petkovic. Arnautovic war kaum mehr zu bremsen. Teamchef Ralf Rangnick sah sich gezwungen, kalmierend einzuschreiten.

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Der 67-Jährige hielt seinen Schützling zurück, wirkte beruhigend auf die Vierte Offizielle ein und bat auch den gegnerischen Teamchef und dessen Betreuerstab mit entschuldigender Geste um Deeskalation.

Arnautovic-Ausraster brachte 2021 Sperre

Die hitzigen Szenen weckten unschöne Erinnerungen an die EURO 2021 und einen umstrittenen Torjubel, der um die Welt ging – und nicht ohne Folgen blieb. Arnautovic hatte im Gruppenspiel gegen Nordmazedonien nach seinem Treffer mit einer Schimpftirade gegen Ezgjan Alioski. ÖFB-Kapitän David Alaba hatte, wie nun Rangnick, noch versucht, Arnautovic zu beruhigen. Aber: Die UEFA erkannte in Arnautovic' Äußerungen eine rassistische Beleidigung, für die er trotz Entschuldigung für ein Spiel gesperrt wurde.

Zurück nach Kansas City und zu den Szenen nach dem 3:3 gegen Algerien: Noch ist unklar, was den mittlerweile 37-jährigen Teamstürmer derart in Aufruhr versetzte und welche Worte beidseitig gewechselt wurden. Beim ORF-Interview wenige Minuten später wirkte Arnautovic wieder deutlich aufgeräumter und äußerte sich nicht zum Gegner und Teamchef Petkovic.

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