Sport

Arnautovic nach Party-Nacht aus Bremer Kader gekickt

Heute Redaktion
14.09.2021, 16:56

Die Serie an Skandalmeldungen um Marko Arnautovic reißt nicht ab. Vor dem letzten Spiel gegen Dortmund wurde er sogar aus dem Kader gestrichen. Der Spieler und sein Berater geloben Besserung.

Arnautovic ist nicht der erste schwere Spielercharakter, der in Bremen spielt. Trainer Thomas Schaaf hatte früher auch beim launischen und als Party-Tiger bekannten Brasilianer Ailton alle Hände voll zu tun. Doch im Gegensatz zum früheren Stürmerstar trifft Marko Arnautovic nicht. Nur zwei Tore stehen auf dem Konto des Floridsdorfers. Hingegen macht er durch Undiszipliniertheiten auf sich aufmerksam.

Deswegen fehlte er zuletzt auch beim Spiel gegen den feststehenden Meister Dortmund. Arnautovic hatte sich in der Nacht im Club "La Viva" auf das wichtige Spiel gegen den Abstieg "vorbereitet". Schaaf warf ihn darauf aus dem Kader. Der Stürmer gestand den Fehler ein und entschuldigte sich bei Verein und Mitspielern. Nach dem Sieg gegen Dortmund feierte er gemeinsam mit seinen Kollegen den Klassenerhalt - pikanterweise ebenfalls im "La Vida".

Berater: "Marko hat es geschnallt"
Sein Berater Firat Aktas beteuerte gegenüber bild.de, dass Arnautovic seine Lehren daraus gezogen habe. "Das Fass ist voll! Ihn hat die Suspendierung sehr mitgenommen. Marko hat jetzt geschnallt, dass es so nicht weitergehen kann. Seit Beginn seiner Werder-Zeit hatte sich der Stürmer mehrere Fehltritte geleistet. Im Ärger über seine Auswechslung nannte er Bremen im Vorjahr einen "Saftladen", gab vor Kapitän Thorsten Frings mit Inters Champions League-Sieg - bei dem er selbst nicht einmal spielte - an und machte sich im österreichischen Nationalteam über Stefan Maierhofer lustig.

Noch haben Trainer Schaaf und Manager Klaus Allofs viel Geduld mit dem 22-Jährigen, über den schon Ex-Trainer Jose Mourinho sagte, dass er zwar ein "großartiger Kerl" sei, aber einen "Kopf wie ein Kind" habe. Immer wieder betont Allofs, dass er sich ändern müsse, man ihm aber Zeit gebe. Irgendwann muss Arnautovic aber beweisen, dass er sich im Griff hat. Immerhin ließ sich Bremen seine Dienste 6,5 Millionen Euro kosten.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen