Nach dem Telefonscherz des Ö3-Callboy kann Marko Arnautovic bereits wieder lachen. Ganz und gar nicht amüsiert sind dagegen Trainer und Manager seines Vereins Werder Bremen.
"Ich bin nicht böse. Es gibt in Österreich eben viele Scherzkekse. Damit muss ich leben, aber das kann ich auch ganz gut", gibt sich Arnautovic gelassen. Kurz vor dem EM-Qualifikationsspiel gegen die Türkei hatte ihn der Ö3-Callboy - als Teamchef Didi Constantini getarnt - verarscht. Die "Porno"-Affäre sorgte für gewaltige Schlagzeilen. Arnautovic will sich von dem Vorfall nicht irritieren lassen und sich auf seine Fußballkarriere konzentrieren. In den zwei jüngsten Bundesligaspielen erzielte er je ein Tor für seinen Verein Werder Bremen.
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Der ist es auch, der den Scherz gar nicht lustig findet. Trainer Thomas Schaaf kocht: "Wochenlang hat sich Marko gut verhalten. Scheinbar ist das für einige zu ruhig. Jetzt wurde dafür gesorgt, dass etwas passiert", schimpft der Mannheimer in der Bild-Zeitung. Die Aktion sorge nun dafür, dass Arnautovic nicht zur Ruhe komme. "Dabei sollte man die Chance nutzen, dass er sich gut entwickelt hat. Schade, dass man dafür kein Gefühl hat", erklärt Schaaf.
"Rahmen ist gesprengt"
Auch Werder-Manager Klaus Allofs schießt sich auf den "Skandal" ein. "Die Österreicher sind die ersten, die ihn auf's Glatteis führen. Das zeigt, dass sich alle freuen, wenn er in ein Fettnäpfchen tritt. Dort will ihm keiner helfen, das finde ich schade", wettert Allofs. Natürlich könne ein solcher Scherz lustig sein, aber: "Wenn es um Pornos und derartige Dinge geht, ist es nicht mehr passend. Dann ist der Rahmen gesprengt."