Sport

Ärzte geben Entwarnung bei Thomas Morgenstern

Heute Redaktion
14.09.2021, 15:26

Positive Nachrichten kommen aus dem Unfallkrankenhaus Salzburg zum Gesundheitszustand von Thomas Morgenstern, der sich am Montag via Facebook zu Wort meldete. Die kritischen 72 Stunden sind nun vorbei und Thomas Morgensterns Genesungsverlauf ist aus medizinischer Sicht ideal. Sowohl die Lungenquetschung, als auch das Gerinnsel im Gehirn haben sich zurückgebildet, das gaben die behandelnden Ärzte am Montag in einer Pressekonferenz bekannt.

, das gaben die behandelnden Ärzte am Montag in einer Pressekonferenz bekannt.

Morgenstern meldete sich am Montag erstmals über Facebook zu Wort: "Ich bin unendlich dankbar, das Ganze soweit überstanden zu haben", schrieb Morgenstern am Vormittag. Von den vielen Genesungswünschen zeigte er sich tief bewegt: "[...] Ich bin sprachlos über die vielen Genesungswünsche. So gut es geht, versuche ich, mir möglichst viele davon anzusehen, das gibt mir Kraft", ließ er seine Fans wissen. Auch der Humor ist dem Goldadler nicht abhanden gekommen. Auch zu Witzen ist der Sportler wieder aufgelegt: Das Statement schloss er mit: "p.s.: Dieses Mal besser ohne Foto ;)".

Entwarnung

Primar der Salzburger Unfallklinik Christopf Obrist gab am Montag Entwarnung: "Das heute durchgeführte CT hat eine komplette Rückbildung der Lungenquetschung und des Gehirnrinnsels ergeben." Trotzdem betonten die Ärzte noch einmal die Schwere der Verletzung.

"Thomas Morgenstern hat ernstzunehmende Verletzungen erlitten, diese haben sich aber komplett zurückentwickelt. Es hätte sich trotzdem jederzeit eine Schwellung des Gehirns bilden können. Dies ist aber ausgeblieben", schilderte Dr. Wolfgang Völckel am Montag.

Für Morgenstern heißt es nun, sich wieder zu regenerieren. Bis Ende der Woche bleibt der Kärntner noch stationär im Unfallkrankenhaus Salzburg zur Behandlung, dann wird er in eine Klagenfurter Privatklinik verlegt. Bereits am Montag startet die Rehabilitationsphase. 

"14 Tage an Springen nicht zu denken"

ÖSV-Teamarzt Dr. Jürgen Barthofer stellte klar, dass Thomas Morgenstern nun vor allem Ruhe braucht. "Thomas Morgenstern wird 14 Tage Regeneration brauchen. Erst dann kann man genauere Aussagen über den weiteren Saisonverlauf machen. In dieser Zeit ist an Skispringen nicht zu denken." Der ÖSV-Arzt erklärte den weiteren Behandlungsverlauf: "Zuerst müssen seine Schmerzen komplett abklingen, dann kann mit den ersten regenerativen Therapien begonnen werden."

Primar Völckel strich die Fitness und körperliche Verfassung Thomas Morgensterns heraus: "Der Behandlungsverlauf hat sich deswegen so gut entwickelt, weil Thomas Morgenstern ein Profisportler ist. Dass sich Morgenstern bei einem derart schweren Sturz nicht schlimmer verletzt hat, ist seiner guten körperlichen Verfassung zu verdanken."

 Kein endgültiges Olympia-Aus 

Trotz der Cheftrainer möchte bis zur letzten Minute warten: "Ich halte Tkomas Morgenstern bis zur letzten Minute einen Platz für die Olympischen Spiele frei. Wichtig ist, dass er jetzt gut regeneriert und sich keine Gedanken um die Olympischen Spiele macht. Bei der Vierschanzentournee haben wir das ja bereits genauso gemacht, da ist der Thomas auch ohne Trainingssprung zur Tour gefahren." 

Den Sturz hat Thomas Morgenstern bereits gesehen, "Das ist Teil des Aufarbeitungsprozesses", fügte Pointner hinzu. Daran erinnern kann sich der 27-Jährige allerdings nicht. "Der Thomas hat auch nicht gewusst, wer die Vierschanzentournee gewonnen hat", erzählte Der ÖSV-Cheftrainer, "aber mittlerweile verschwinden auch seine Erinnerungslücken."

Thomas Diethart besuchte sein Vorbild bereits im Krankenhaus

Wie wichtig Thomas Morgenstern auch als Mensch für das Springerteam ist, stellte Cheftrainer Pointner am Montag klar: "Es ist nie leicht für die Mannschaft, wenn das Herz des Teams auf diese Weise herausgerissen wird. Für Sportler ist es aber wichtig, das Private vom Sportlichen zu trennen." Einen Sprungzwang hatte es aber keinen gegeben: "Wenn man sich nicht gut fühlt, ist Skispringen ein viel zu gefährlicher Sport", fügte der Tiroler hinzu. 

Auch Tournee-Sieger Thomas Diethart hat sein Vorbild bereits im Krankenhaus besucht. "Man sieht, wie der Zusammenhalt im Team ist und wie auch Thomas Morgenstern als Mensch gereift ist", sagte Alexander Pointner am Montag in Salzburg.

Den Live-Ticker der Pressekonferenz aus dem Unfallkrankenhaus Salzburg lesen Sie auf Seite zwei.

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