Aschbacher verzichtet auf Job im Finanzministerium

Ex-Arbeitsministerin Christine Aschbacher (ÖVP) verzichtet auf Arbeitsplatz im Finanzministerium.
Ex-Arbeitsministerin Christine Aschbacher (ÖVP) verzichtet auf Arbeitsplatz im Finanzministerium.picturedesk.com/APA/Georg Hochmuth
Aschbacher hat Dienstverhältnis mit dem Finanzministerium aufgelöst, FH Wiener Neustadt prüft Plagiatsvorwürfe.

Die Steirerin, die nach Plagiatsvorwürfen ihr Amt als Ministerin für Arbeit, Familie und Jugend am Wochenende zurückgelegt hat, hat ihr aufrechtes Dienstverhältnis einvernehmlich mit Montag aufgelöst. Damit verzichtet Christine Aschbacher auf ihr Rückkehrrecht und ihren Arbeitsplatz im Finanzministerium und die damit verbundenen Gehaltsansprüche.

Neue Vorwürfe gegen Ex-Ministerin

An der FH Wiener Neustadt hat unterdessen Bürgermeister Klaus Schneeberger, der auch Aufsichtsratsvorsitzender der FH ist, eine umgehende Prüfung der Plagiatsvorwürfe in Auftrag gegeben ("Heute" hat berichtet). Fakt sei, dass die ehemalige Ministerin ihr Studium im Jahr 2006 - lange vor ihrer politischen Tätigkeit - abgeschlossen habe. Die Kollegiumsleitung der Fachhochschule als zuständige Behörde habe ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Aschbacher soll laut dem als "Plagiatsjäger" bekannten Sachverständigen Stefan Weber auch große Teile ihrer Dissertation an der Technischen Universität in Bratislava (Abgabe im Mai 2020, mitten in der Pandemie) abgeschrieben haben.

Mittlerweile gebe es auch Zweifel an den Interviews, die die Ex-Ministerin dafür geführt haben will, berichtet der "Standard". Ein Geschäftsführer eines innovativen Unternehmens, mit dem Aschbacher gesprochen haben soll, habe dies bereits ausgeschlossen.

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