Sport

Assistenten fanden blutüberströmten Schiri

Heute Redaktion
14.09.2021, 16:42

Die deutsche Fußball-Welt steht unter Schock. Am Tag nach dem Suizid-Versuch des Schiedsrichters Babak Rafati werden immer mehr Details bekannt - einzig die Frage nach dem Warum bleibt vorerst ungeklärt.



+++ Selbstmord-Versuch überschattet Bundesliga-Spieltag +++

Weil Rafati nicht zu einer Vorbesprechung des Bundesliga-Spiels Köln gegen Mainz erschien und auch nicht auf Anrufe reagierte, ließen seine Assistenten Patrick Ittrich, Holger Henschel und Frank Willenborg die Türe zu seinem Hotel-Zimmer öffnen.
Blutüberströmt in Badewanne
Als sie den blutüberströmten 41-Jährigen im Badezimmer fanden - er dürfte sich die Pulsadern aufgeschnitten haben - handelten sie schnell und retteten so schließlich ihrem Kollegen das Leben. Per Krankenwagen wurde Rafati in eine Kölner Klinik gebracht und dort auf die Intensivstation verlegt. Sein Zustand sei zwar kritisch, er ist aber außer Lebensgefahr.

Abschiedsbrief gefunden
Warum Rafati sich das Leben nehmen wollte, ist bislang noch nicht bekannt. DFB-Präsident Theo Zwanziger erklärte, dass im Hotelzimmer "Notizen", also ein Abschiedsbrief, gefunden worden seien, deren Auswertung allerdings andauere. "Die polizeilichen Ermittlungen haben da noch zu keinen Erkenntnissen geführt."

"Wenn Rafati überlebt, ist es der Verdienst der drei Assistenten, die schnell reagiert haben. Das wurde mir von der Polizei bestätigt", erklärte Zwanziger. Die Schiedsrichter-Assistenten wurden nach dem Auffinden Rafatis von der Notfallseelsorge betreut.

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