Brocken aus dem All

60-Meter-Asteroid steuert auf unseren Mond zu

2024 YR4 hatte Anfang 2025 für Schlagzeilen gesorgt. Zunächst konnte ein Einschlag auf der Erde nicht ausgeschlossen werden.
Technik Heute
06.03.2026, 10:44
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Der rund 60 Meter große Asteroid 2024 YR4 wird den Mond kurz vor Weihnachten 2032 klar verfehlen. Zwei Beobachtungen mit dem James-Webb-Weltraumteleskop im Februar haben ergeben, dass der Himmelskörper den Mond in einer Entfernung von mehr als 20.000 Kilometern verpassen wird. Die Europäische Weltraumagentur ESA hat die erlösende Nachricht jetzt veröffentlicht.

Der Asteroid hatte Anfang 2025 wochenlang für Schlagzeilen gesorgt, nachdem er am 27. Dezember 2024 entdeckt worden war. Zunächst konnte ein Einschlag auf der Erde nicht ausgeschlossen werden - wochenlang stand er an der Spitze der Gefahrenlisten von ESA und NASA. Erst vor einem Jahr gaben die Daten Entwarnung für unseren Planeten, doch eine Kollision mit dem Mond blieb weiterhin möglich.

Wie heise.de berichtet, gab es im Februar eine unerwartete Gelegenheit, die Bahn des Asteroiden genauer zu vermessen. Mit der Nahinfrarotkamera des James-Webb-Teleskops gelang es Forschern, einen der lichtschwächsten Asteroiden überhaupt wiederzufinden. Der Brocken war vor Sternen vorbeigeflogen, deren Position dank des Weltraumteleskops Gaia sehr präzise bekannt war.

Forscher hofften insgeheim auf Einschlag

Obwohl die Wahrscheinlichkeit einer Mondkollision zuletzt nur bei 4,3 Prozent lag, hatten Wissenschaftler insgeheim auf einen Treffer gehofft. Ein solches Ereignis mit jahrelanger Vorwarnzeit wäre eine einzigartige Gelegenheit für die Forschung gewesen. Die NASA hatte sogar untersucht, ob ein Mondeinschlag mit einer nuklearen Sprengladung hätte verhindert werden können - so ernst war die Lage.

ESA feiert Technik-Triumph

Die ESA sprach von einem Triumph jahrzehntelanger Ingenieursarbeit und internationaler Zusammenarbeit. All das habe es ermöglicht, "einen entfernten Staubfleck in der Leere zu entdecken" und eine Frage von universeller Bedeutung für die Menschheit zu beantworten. Damit ist endgültig klar: Der Asteroid 2024 YR4 stellt weder für die Erde noch für den Mond eine Gefahr dar.

{title && {title} } tec, {title && {title} } Akt. 06.03.2026, 10:47, 06.03.2026, 10:44
Jetzt E-Paper lesen