"Astro's Playroom" zeigt, was die PS5-Technik kann

Eines der beeindruckendsten Next-Gen-Spiele liefert die PlayStation 5 von Werk aus mit: "Astro's Playroom" führt vor, zu was die PS5 fähig ist.

Mit der PlayStation 5 erwarten Zocker nicht nur vermutlich grandiose Launch-Titel wie das neue "Spider-Man: Miles Morales", sie bekommen auch gleich ein ganzes Spiel von Haus aus auf der neuen Konsole vorinstalliert. "Astro's Playroom" nennt sich die Kombination aus witzigem Action-Adventure und beeindruckender Tech-Demo, die sich um Sonys jüngstes und vielleicht herzigstes Maskottchen, das bereits in "The Playroom" auf PS4 einen Auftritt und in "Astro Bot: Rescue Mission" seine Premiere in VR hatte.

Dieses Mal geht es für den kleinen Roboter und seine Astro-Bot-Kumpanen, ja, richtig gelesen, ins Innere der PlayStation 5. In unserer Vorschau zum Spiel durfte der kleine Astro Bot das "Cooling Springs"-Level, also die Kühlereinheit der neuen Konsole, erkunden. "Astro's Playroom" folgt dabei der Tradition des Playstation-4-"Playroom", der ebenso vorinstalliert auf den Konsolen zu finden war und vom selben Team wie die PS5-Ausgabe umgesetzt wurde.

Mehr Spiel als Tech-Demo

Dabei unterscheiden sich die beiden "Playrooms" aber deutlich voneinander. Stand bei der PS4 die Konsolen-Kamera im Vordergrund, mit der man Minispiele absolvieren und den kleinen Roboter stoßen oder kitzeln konnte, dreht sich nun alles um Sound und Controller der PS5. Zudem ist "Astro's Playroom" nun keine fast ausschließliche Tech-Demo mehr, sondern zu einem großen, durchgängigen und witzigen Spiel gewachsen, das die neuen Möglichkeiten der PS5 ins Game integriert.

Das "Cooling Springs"-Level zeigt sich einerseits als klassische Videospiel-Umgebung: Astro Bot lässt sich über Plattformen bewegen, er kann in dem Strand- und Meer-Gebiet schwimmen und springen und überall sind sammelbare Münzen und Dutzende Easter Eggs von PlayStation zu entdecken, die wir aus Spoiler-Gründen an dieser Stelle nicht verraten. Dazwischen finden sich aber in kleinen und geschickt ins Spiel integrierten Tutorials jede Menge neue PS5-Mechaniken.

Genialer neuer Controller

Viele der neuen Features drehen sich dabei um den DualSense-Controller. Bereits bekannt ist die Bewegungssteuerung: Zwängt man den kleinen Roboter für einen Abschnitt des Levels in ein mechanisches Frosch-Kostüm, kann er in einer Art 2D-Passage per Schwenk des Controllers nach links und rechts in die entsprechende Richtung hüpfen. Immer wieder gibt es aber auch neue Gimmicks: Bläst man etwa auf den DualSense-Controller, dreht sich dadurch ein Windrad im Spiel, das eine Eisscholle in Bewegung setzt und Astro Bot zum nächsten Levelabschnitt bringt.

Am beeindruckendsten allerdings ist das neue haptische Feedback des Controllers. Zieht Astro Bot mit Federn im Eis verankerte Figuren an ihren Strängen aus dem Boden, baut sich ein konstant stärker werdender Gegendruck auf den Trigger-Tasten des Controllers auf. Gleichzeitig gibt der Controller das Knacken berstenden Eises, das Einsammeln von Münzen und den Zusammenprall mit Gegnern mit stärkeren und schwächeren Vibrationen und Touch-Effekten wieder, wie man es auf der PlayStation 4 bisher nicht erleben durfte.

Auch der Sound ist "Next-Gen"

Doch nicht nur das Fühlen eines Spiels macht bereits in dieser frühen Version einen atemberaubenden Eindruck, auch der Sound ist eindeutig "Next-Gen". Rutscht, schlittert, gleitet und springt man durch die Welt, werden Platsch- und Schleudergeräusche weit realistischer ausgegeben. Zudem lassen sie sich punktgenau verorten. Selbst mit Standard-TV-Systemen und geschlossenen Augen lässt sich nun sagen, ob das Eis beim Darüberlaufen hinter unserer Figur bricht oder ob von der rechten Seite ein Gegner heranrauscht.

Grafisch sieht "Astro's Playroom" wunderbar aus, auch wenn in diesem Bereich im Vergleich zu Sound und Steuerung die Möglichkeiten der PlayStation 5 wohl noch am geringsten ausgereizt werden. Alleine aus diesem kurzen Level-Abschnitt kann aber gesagt werden, dass Farben weit kontrastreicher und Bewegungen viel flüssiger dargestellt werden können. Dass Wasser-, Licht-, Eis- und Sandeffekte nicht ultrarealistisch sind, lässt sich leicht verschmerzen, denn überall auf dem Bildschirm ist etwas los. Die Astro Bots singen und tanzen, feiern ihre Strandpartys und unser kleiner Held setzt sich die VR-Brille auf, um eine Runde selbst zu zocken, wenn man den Controller mal kurz beiseite legt. Einfach herzallerliebst!

Hype um alles, was da kommen mag

"Astro's Playroom" dürfte nicht nur gut zeigen, zu was die PlayStation 5 fähig ist, sondern auch für sich ganz alleine ein nettes Spiele-Abenteuer für Jung und Alt werden, wobei die älteren Gamer mit unzähligen PlayStation-Easter-Eggs belohnt werden. Vor allem ist es ein Zuckerl, dass Sony PlayStation den Titel gleich vorinstalliert auf den neuen Konsolen mitliefert. Einen Hype löst es bei uns aber vor allem deswegen aus, weil es auch anzudeuten vermag, was da in Zukunft auf die PS5-Zocker zukommen könnte. 

Schon in puncto haptisches Feedback scheinen die Möglichkeiten beinahe grenzenlos zu sein. Vom Spannen eines Bogens in einem Titel wie "Horizon Zero Dawn" über den Widerstand bei Rasen durch Schlamm in einem "Gran Turismo" oder dem Auswerfen eines Pistolen-Magazins in "Uncharted", alleine der Gedanke an mögliche Einsätze der neuen Technik löst bei uns einen Hype um die kommende Technik und die ersten PS5-Games aus. Doch bei all dem gerechtfertigten Jubel um die PlayStation 5, auch das Wiedersehen mit unserem kleinen Astro ließ unsere Spieler-Herzen ebenfalls schmelzen.

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