Eine schockierende Gewalttat wird Donnerstag (27.8.) am Wiener Landl verhandelt. Ein Tscheche (16) soll am 2. März einen Nachbarn geprügelt und niedergestochen haben. Seine Freundin hatte ihm erzählt, der 24-Jährige habe sie in seiner Wohnung zum Konsum von Kokain genötigt, sie nicht hinausgelassen – angeblich war die Story laut Ermittlern erfunden.
Der 16-Jährige sah dennoch rot, klingelte mit einem Springmesser und seinem Pitbull ohne Beißkorb und Leine an der Tür des Opfers. Als der 24-Jährige aufmachte, prügelte der 16-Jährige los, stach auf ihn ein. Das Opfer wurde am Herz verletzt, überlebte nur dank des schnellen Polizeieinsatzes.
In der Wohnung waren noch die Freundin des Opfers, sowie zwei Kinder (1, 4 Jahre). Mordversuch lautet die Anklage. Auf Top-Verteidiger Sascha Flatz wartet eine schwere Aufgabe. "Mein Mandant bedauert die Tat zutiefst", so Flatz. Dem Tschechen drohen 10 Jahre Haft, die Unschuldsvermutung gilt. Gegen die Ex-Freundin läuft wegen dieser Behauptungen ein Verfahren wegen Verleumdung.
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Rat auf Draht: 147
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Die Lebensgefährtin des Opfers musste die Attacke mitansehen. Auch die beiden Kinder des Paares hörten alles mit. "Es kam dem Angeklagten geradezu darauf an, das Opfer zu töten", lautet der Vorwurf der Staatsanwaltschaft.
Auch der mitgebrachte Pitbull spielt im Verfahren eine Rolle. Der Hund soll weder angeleint gewesen sein noch einen Beißkorb getragen haben. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Jugendliche das Tier im Ernstfall ebenfalls als "Waffe" eingesetzt hätte. Die Unschuldsvermutung gilt.