Attentäter war vorbildlicher Mieter im Gemeindebau

In diesem Gemeindebau in Wien-Donaustadt wohnte der Terrorist.
In diesem Gemeindebau in Wien-Donaustadt wohnte der Terrorist.Heute
Die Gemeindebauwohnung hatte der Attentäter völlig legal im Mai 2020 bekommen. Gegen ihn gab es nie Beschwerden, die Miete kam pünktlich.

"Unfassbar" bezeichnete der "fassungslose" FPÖ-Wien-Chef Dominik Nepp die Vergabe einer Gemeindewohnung an den Attentäter in einer Aussendung, hatte dieser doch bereits eine Haftstrafe abgesessen und "nur" drei Monate warten müssen. Wiener Wohnen konterte diesen Angriffen nun. Selbstverständlich gab es keine privilegierte Vergabe.

Der in Mödling geborene Dschihadist beantragte im Februar das sogenannte Jungwiener Ticket. Mit diesem soll jungen Menschen ermöglicht werden, von zu Hause auszuziehen. Der 20-Jährige war seit über zehn Jahren in Wien gemeldet und hatte dort auch seinen Hauptwohnsitz. Auch eine vorangegangene Haft ist kein Ausschließungsgrund, ist eine Wohnung doch ein wichtiger Aspekt der Resozialisierung, zu der es in diesem Fall leider nicht kam.

Unauffällig und zuverlässig

Die Wohnung bekam er nach rund drei Monaten, da er auch mit einer allgemein unbeliebten Ein-Zimmer-Wohnung zufrieden war und keinerlei Bezirks-Präferenzen äußerte. Solche Wohnungen können großteils gar schon nach zwei Monaten vergeben werden, insbesondere in abgelegenen Gebieten wie der Donaustadt. Dort habe er im Anschluss kein Aufsehen erregt, war völlig unauffällig und zahlte seine Miete immer pünktlich.

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