Terror-Anschlag von Wien – jetzt Razzien in Deutschland

Polizist nach Terror-Anschlag in Wien. Archivbild
Polizist nach Terror-Anschlag in Wien. ArchivbildClemens Pilz
In Deutschland fanden rund acht Monate nach dem Anschlag in der Wiener City Hausdurchsuchungen bei mutmaßlichen Mitwissern des Anschlags statt. 

In zwei deutschen Städten, Osnabrück und Kassel, ist es zu Hausdurchsuchungen in Wohnungen von zwei mutmaßlichen Islamisten bekommen. Diesen wird vorgeworfen, in die Terror-Pläne für den Anschlag in Wien, der im vergangenen November vier Menschenleben forderte, eingeweiht gewesen zu sein. 

Bei den beiden Verdächtigen soll es sich um Personen handeln, die schon kurz nach dem Attentat ins Visier der Ermittler geraten waren. Ihnen wird die Nichtanzeige geplanter Straftaten vorgeworfen, das teilte die deutsche Bundesstaatsanwalt am Mittwoch mit. Es gebe Hinweise darauf, dass der kosovarische und der deutsche Staatsbürger bereits seit Juli 2020 von den Anschlagsplänen wussten. Außerdem sollen die beiden just am Tag des Anschlags begonnen haben, ihre Kommunikation mit dem Attentäter auf ihren Mobiltelefonen zu löschen. 

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Verdächtige sollen Bescheid gewusst haben

Beide Beschuldigten seien im Juli 2020 für mehrere Tage in Wien gewesen, wo sie auch in der Wohnung des Terroristen übernachtet haben dürften, heißt es. Im Zuge des Besuchs sei es auch zu Treffen weiterer Personen aus dem islamistische Milieu aus Österreich und der Schweiz gekommen. "Aufgrund der engen persönlichen Beziehung zum Attentäter und ihrer gemeinsamen radikalislamischen Gesinnung hielten es die beiden Beschuldigten spätestens seit diesem Besuch zumindest für möglich, dass [der Attentäter, "Heute" nennt keine Initialen Anm.] seine bereits zuvor gegenüber Dritten offen geäußerten Anschlagsabsichten in die Tat umsetzen würde", erläuterte die Sicherheitsbehörde.

Bei dem Anschlag in Wien wurden vier Personen mit Schusswaffen niedergestreckt. Der dafür verantwortliche Schütze selbst wurde von Kräften der Spezialeinheit WEGA nach nur wenigen Minuten niedergestreckt und tödlich verletzt. In weiterer Folge reklamierte die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) die Tat für sich. 

Zuletzt wurden auch in international geführten Ermittlungen Erfolge erzielt. Im Juni etwa wurden in Italien sieben Personen gefasst, die dem Wien-Killer einen Ausweis geliefert haben sollen. In der Schweiz wurden schon im April zwei Personen vorübergehend in Untersuchungshaft genommen. Auch sie sollen im Juli 2020 beim Attentäter in der österreichischen Bundeshauptstadt übernachtet haben. 

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