AUA warnt vor Reise-Chaos: "Situation wird nicht besser"

Knapp 100 von insgesamt 700 Flügen der Austrian Airlines (AUA) sind am letzten Wochenende ausgefallen
Knapp 100 von insgesamt 700 Flügen der Austrian Airlines (AUA) sind am letzten Wochenende ausgefallenROBERT JAEGER / APA / picturedesk.com
Nach den Flugstreichungen der vergangenen Tage, geht die AUA heute wieder planmäßig in die Luft. Doch ein Ende des Reise-Chaos ist nicht in Sicht.

Die Austrian Airlines (AUA) hoffen nach der coronabedingten Absage von rund 100 Flügen am Wochenende und weiteren 19 am Montag auf eine Stabilisierung der Lage am Dienstag. Nur ein Direktflug nach Stuttgart wird durch einen Flug über Hannover ersetzt. Inzwischen entschuldigt sich der Vorstand der AUA-Mutter Lufthansa für das Reise-Chaos der letzten Tage – per Massenmail an die Passagiere. Doch von einem Ende der Krise kann vorerst noch keine Rede sein.

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Fluglinien fehlen Mitarbeiter und Ressourcen

"Wir wollen ganz ehrlich sein: In den nächsten Wochen mit weiter steigenden Passagierzahlen, ob Urlaub oder Geschäftsreisen, wird sich die Situation kurzfristig kaum verbessern", heißt es in dem Schreiben, welches "Heute" vorliegt. Es fehle schlichtweg an Ressourcen und Personal.

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Fast alle Airlines in Europa rekrutieren derzeit, die Rede ist von mehreren Tausend Neueinstellungen. Die schwierige Personalsituation dürfte sich aber erst im kommenden Winter entspannen.

Hinzu kommt, so der Lufthansa-Vorstand, dass durch den Ukraine-Krieg der nutzbare Luftraum in Europa stark eingeschränkt werde: "Das führt in der Folge zu massiven Engpässen am Himmel und damit leider zu weiteren Flugverspätungen."

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Die Lufthansa wird den Airbus A380 wieder in Betrieb nehmen – doch erst im Sommer 2023
Die Lufthansa wird den Airbus A380 wieder in Betrieb nehmen – doch erst im Sommer 2023Bild: PATRICIA THOMAS / LUFTHANSA

Wegen der hohe Ticketnachfrage werde die Lufthansa in jedem Fall den Airbus A380 wieder in Betrieb nehmen – allerdings erst im nächsten Sommer. Die Lufthansa hatte den zweistöckigen Großraumflieger gegroundet, weil er zu viel Kerosin verbraucht und in der Hochzeit der Pandemie nicht rentabel war. Sechs der 14 Jumbos sind allerdings schon verkauft.

Swiss kündigt weitere Stornierungen an

"Wir versprechen Ihnen, dass die über 100.000 Mitarbeitenden der Lufthansa Group alles Menschenmögliche leisten, um Ihnen auch in den nächsten Wochen unter den aktuellen Umständen das bestmögliche Reiseerlebnis zu bieten", schließt das Schreiben. 

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Währenddessen hat die Swiss, ebenfalls eine Lufthansa-Tochter, die Stornierung von weiteren Flügen für den Sommer bekanntgeben. Um wie viele Verbindungen es sich tatsächlich handelt, sei noch unklar. Genauso, ob Partner-Fluggesellschaften gewisse Einsätze übernehmen.

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