Will Ostern mit Familie feiern

AUA-Chaos: Österreicher kann nicht aus Las Vegas zurück

Das AUA-Personal streikt, Flüge werden gestrichen. Ein Kärntner in Las Vegas möchte über Ostern zurück zu seiner Familie – doch die Uhr tickt.

Nicolas Kubrak
AUA-Chaos: Österreicher kann nicht aus Las Vegas zurück
Der AUA-Streik hat Konsequenzen: Ein in Las Vegas gestrandeter Kärntner kämpft mit der Zeit, um Ostern mit der Familie zu verbringen.
Erwin Scheriau / EXPA / picturedesk.com

Es sind brisante Szenen, die sich aktuell bei den Austrian Airlines (AUA) abspielen. Begonnen hatte alles vor Wochen mit den traditionellen Gehaltsverhandlungen, die nun nach 17 gescheiterten Runden eskalieren. Das Personal möchte mehr Geld, die Führung wolle nicht einlenken, so die Gewerkschaft. Die Konsequenz: ein 36-stündiger Streit des Bodenpersonals.

400 Flüge gestrichen

Das hat selbstverständlich Konsequenzen für den Luftverkehr – vor allem, weil über das Osterwochenende gestreikt wird. Nach einem Beschluss der Gewerkschaft vida hat die AUA am Gründonnerstag und Karfreitag insgesamt 400 Flüge gestrichen. Betroffen sind demnach die größten Flughäfen im Land: Wien, Innsbruck, Graz, Salzburg oder Klagenfurt. Das Unternehmen spricht von 50.000 betroffenen Passagieren.

Kärntner in Las Vegas gestrandet

Moritz Maximilian Maierhofer gehört dazu. Wie er zur "Kleine Zeitung" schilderte, solle er am Gründonnerstag um 16.35 Uhr Ortszeit über Frankfurt nach Wien fliegen sollen. Ankunft auf österreichischem Boden wäre am Freitag um 15.05 Uhr. So einmal der Plan: "Eine Reisezeit von knapp 14 Stunden. Denkt man", so der Kärntner zur Tageszeitung.

Doch sein Flug wurde ersatzlos gestrichen. Er erhielt eine automatisch generiert E-Mail der AUA, laut der er sich mithilfe eines Chat-Assistenten selbst nach Alternativen umsehen könne.

"Völlig unerklärlich"

Doch leider funktionierte auch das nicht. Maierhofer erhielt die Nachricht: "Ihre Reise liegt zu weit in der Zukunft, bitte kontaktieren Sie einen unserer Mitarbeiter:innen im Live-Chat". Im besagten Live-Chat erhielt der Kärntner aber ebenfalls stundenlang keine Antwort. "Wo genau eine Reise einen Tag im Voraus 'zu weit in der Zukunft' liegt, ist mir völlig unerklärlich", ärgerte er sich. 

Es will einfach nicht klappen

Danach erhielt der Passagier eine E-Mail mit der Nachricht, dass sein Flug erfolgreich umgebucht wurde – von Freitagnachmittag auf Sonntagnachmittag. Doch er erkannte eine Ungereimtheit: "Da der offizielle Streik noch bis Freitag, 12 Uhr andauert und mein Flug um 13.40 Uhr daher gar nicht hätte gestrichen werden dürfen, versuchte ich, beim Callcenter der AUA Abhilfe zu schaffen", erzähle er zur "Kleinen". Doch auch die Mitarbeiterin konnte Maierhofer nicht helfen, einen Teil der Reise zu stornieren, das liege nicht in ihrer Kompetenz. Einzig der Rückflug wurde zurückerstattet. 

Oster-Odyssee mit Happy End

Nun gibt es endlich einmal gute Nachrichten. Der Kärntner fliegt nun doch am Donnerstag um 15.35 Uhr von Las Vegas nach Frankfurt, wo er planmäßig um 12 Uhr ankommt. Von dort hat er um 17 Uhr einen Flixbus nach Graz – Ankunft ist um 5 Uhr morgens. Um Ostern mit seiner Familie in Kärnten zu verbringen, holt ihn ein Familienmitglied von Graz ab und bringt ihn nach Hause. Von planmäßigen 14 Stunden hat sich Maierhofers Reisezeit auf ganze 30 Stunden mehr als verdoppelt. 

Eine Hürde hat der Kärntner noch zu meistern: Sein Auto steht noch immer am Flughafen in Wien, das wird am Ostersonntag abgeholt. Eine wahre Odyssee – mit einem Happy End. 

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    Auf den Punkt gebracht

    • Flugstreichungen aufgrund von Streiks der Austrian Airlines beeinträchtigen den Luftverkehr über das Osterwochenende, wobei etwa 400 Flüge gestrichen wurden und rund 50.000 Passagiere betroffen sind
    • Ein gestrandeter Kärntner in Las Vegas musste eine 30-stündige Oster-Odyssee über Frankfurt nach Graz unternehmen, um rechtzeitig bei seiner Familie anzukommen
    nico
    Akt.