In der Nacht auf Freitag fallen im Berliner Zentrum Schüsse! Mitten in der Kurfürstenstraße, einem belebten Viertel, in dem sich auch der Geschäftssitz von Deutschlands wohl schillerndster Rap-Queen Shirin David (30) befindet.
Kurz vor ein Uhr morgens soll ein Unbekannter dreimal auf die Glastür des Gebäudes gefeuert haben. Die Projektile durchschlagen das Glas, bohren sich in Wände und ein Metallgeländer. Ein gezielter Angriff, davon gehen die Ermittler inzwischen aus.
Fotos, die der "Bild"-Zeitung vorliegen, zeigen die Einschusslöcher deutlich. Es wurde scharf geschossen. Keine Platzpatronen, keine Warnung. Nur purer Ernst.
"Wir wurden heute gegen 7.15 Uhr von Zeugen alarmiert, dass Einschusslöcher am Eingang eines Gebäudes entdeckt wurden", bestätigt eine Sprecherin der Berliner Polizei. Vor Ort seien mehrere Projektile gefunden worden. Der Verdacht: Verstoß gegen das Waffengesetz und Sachbeschädigung, mit offenem Ausgang.
Brisant: Nur 15 Minuten vor den Schüssen soll Shirins Manager das Gebäude verlassen haben. Zufall oder Ziel?
Denn im Hintergrund brodelt seit Wochen ein heißer Konflikt in der Deutschrap-Szene. Immer wieder schoss Kollegin Loredana (30) in Live-Streams, Songs und Interviews gegen Shirin David und deren Team. Zuletzt wurde der Ton rauer. Nur Stunden vor dem Angriff provozierte sie in einem gemeinsamen Stream mit Rapperin Schwesta Ewa: "Wenn ich jemanden sehe, und ich habe ein Problem mit ihm, dann haue ich ihm auf die Fresse. Mir ist das scheißegal. Wenn ich diesen Mann sehe. Ich warte auf diesen Tag."
Ein Satz, der jetzt, nach den Schüssen, eine neue Brisanz bekommt. Die Polizei soll laut "Bild" prüfen, ob ein Zusammenhang zwischen Loredana und dem Angriff besteht. Deren Anwalt hat sich bereits zu Wort gemeldet: "Sollte tatsächlich ein Ermittlungsverfahren geführt werden, wird sich meine Mandantin gegen den Vorwurf verteidigen. Loredana wird sich derzeit zu einem möglichen offenen Ermittlungsverfahren zu diesem Zeitpunkt noch nicht äußern."
Shirin David selbst schweigt bislang. Ihr Management erklärte lediglich, man wolle die Ermittlungen "laufen lassen" und sich nicht in das öffentliche Drama hineinziehen lassen.