Die folgenschwere Attacke passierte in Mettmach (Bez. Ried im Innkreis): Der Mann soll seine frühere Partnerin mit einem Messer angegriffen haben. Gegenüber den Ermittlern zeigte er sich weitgehend geständig, die Staatsanwaltschaft geht von versuchtem Mord aus.
Der Vorwurf: Der Verdächtige habe die Frau auf einem Pferdehof schwer verletzt. Laut Behördensprecher Staatsanwalt Alois Ebner war er stark alkoholisiert: In seinem Blut wurden 2,2 Promille festgestellt. In der Nacht vor der Tat habe er nach eigenen Angaben Whisky und weitere alkoholische Getränke konsumiert, heißt es.
Hilfe bei Gewalt
Das Gewaltschutzzentrum OÖ berät Menschen, die von Gewalt oder Stalking betroffen sind – kostenlos, vertraulich und auf Wunsch anonym. Die Beratung ist auch in der jeweiligen Muttersprache möglich.
Warnsignale können sein:
- Demütigungen und Beleidigungen
- Kontrolle und Isolation
- Stalking oder Verfolgung
- Zwang zu sexuellen Handlungen
- Terror auf Social Media
Kontakt:
Tel. 0732/607760 oder per Mail an [email protected]
Als Motiv vermutet die Staatsanwaltschaft Eifersucht. Dieses sei "mit hoher Wahrscheinlichkeit" ausschlaggebend gewesen, erklärte Ebner gegenüber der APA. Die verletzte Frau sei ansprechbar und habe Angaben gemacht, die ebenfalls in diese Richtung deuteten.
Die Polin und der 37-Jährige hatten demnach eine langjährige Beziehung geführt, die beendet worden war. "Sie dürfte einen neuen Partner haben." Der Beschuldigte schilderte die Situation allerdings anders. Seinen Angaben zufolge hätten die beiden nach einer Pause wieder eine Beziehung gehabt. Gleichzeitig sei noch ein anderer Mann im Spiel gewesen.
Das Opfer erlitt bei der Tat schwere Verletzungen, befand sich jedoch nicht in akuter Lebensgefahr. Die Frau wird in einem Linzer Krankenhaus behandelt. "Sie ist ansprechbar und wird Montag oder Dienstag einvernommen werden", so Ebner.
Über den mutmaßlichen Angreifer wurde unterdessen am Sonntag Untersuchungshaft verhängt. Er sitzt in der Justizanstalt Ried ein. Es gilt die Unschuldsvermutung.