Aufatmen nach schwerem Testunfall von Fernando Alonso

Fernando Alonso war bei den Formel-1-Testfahrten auf den Circuit de Catalunya bei Barcelona in einen schweren Unfall verwickelt. Der McLaren-Pilot schlug mit seinem Boliden in einer Begrenzungsmauer ein und musste anschließend mit dem Hubschrauber ins Spital gebracht werden.
 
Foto de Jordi Vidal del momento del accidente
— Andrés Méndez (@A_MendezA)

Das Wichtigste zu Beginn: Laut einem offiziellen Tweet von McLaren ist Alonso bei Bewusstsein und ansprechbar. Er habe keine sichtbaren Verletzungen davongetragen. Der Spanier wurde dennoch ins Spital geflogen und wird derzeit untersucht. Am späten Nachmittag kam die Entwarnung, Alonso trug keine Verletzungen davon. Er muss aber auch die Nacht zur weiteren Beobachtung in der Klinik verbringen, teilte McLaren-Renndirektor Eric Boullier mit.

Fernando is conscious and is speaking. He has been airlifted to hospital for further checks.
— McLaren (@McLarenF1)

Erste Augenzeugenberichte lassen möglicherweise auf ein technisches Gebrechen als Unfallursache schließen. "Er war relativ langsam - ich schätze so 150 km/h. Er ist dann einfach rechts rübergezogen - es sah gar nicht wie ein Unfall aus. Er ist dann ein paar mal an der Mauer angeschlagen. Dann habe ich ihn aus den Augen verloren", erklärte Sebastian Vettel, der zum Zeitpunkt des Crashs, der laut dem Deutschen "merkwürdig" aussah, direkt hinter Alonso fuhr.

In anderen Gerüchten heißt es, Alonso habe den Wagen absichtlich in die Mauer gecrasht, um ihn anzuhalten weil er plötzlich gesundheitliche Probleme hatte. In manchen Meldungen heißt es sogar, Alonso sei während der Fahrt bewusstlos geworden. Angeblich soll er nach dem Einschlag zehn Minuten im Auto gesessen sein und habe nicht auf die Berührungen der Rettungsmannschaft reagiert.

Bei den bisherigen Tests hatte McLaren mit dem neuen Motorenpartner Honda immer wieder technische Probleme beklagt und konnte daher viel weniger Übungsrunden drehen als geplant. Nach Alonsos Crash beendete der Rennstall sein Testprogramm am Sonntag vorzeitig. Zur Vorbereitung auf die neue Saison bleiben allen Teams nun nur noch die finalen vier Probetage in Barcelona Ende der Woche.

Schnellster am Sonntag war der französische Lotus-Pilot Romain Grosjean. Schon am Donnerstag und am Samstag hatte sein Teamkollege Pastor Maldonado aus Venezuela die Tagesbestzeit aufgestellt. Nur am Freitag war Red Bull dank des Australiers Daniel Ricciardo vorne gelegen.

Sonntag-Ergebnisse Formel-1-Testfahrten in Montmelo bei Barcelona:

1. Romain Grosjean (FRA) Lotus-Mercedes 1:24,067 Minuten (111 Runden)

2. Nico Rosberg (GER) Mercedes 1:24,321 (129)

3. Daniil Kwijat (RUS) Red-Bull-Renault 1:24,941 (102)

4. Felipe Nasr (BRA) Sauber-Ferrari 1:24,956 (73)

5. Valtteri Bottas (FIN) Williams-Mercedes 1:25,345 (127)

6. Carlos Sainz Jr (ESP) Toro-Rosso-Renault 1:25,604 (88)

7. Sebastian Vettel (GER) Ferrari 1:26,312 (74)

8. Nico Hülkenberg (GER) Force-India-Mercedes 1:26,591 (36)

9. Fernando Alonso (ESP) McLaren-Honda 1:27.956 (20)
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