Der Augarten soll fit für die Zukunft gemacht werden – und diesmal ist die Bevölkerung gefragt. Mit dem "Zukunftsplan Augarten 2035" startet ein großer Beteiligungsprozess, bei dem Besucher ihre Wünsche, Erfahrungen und Ideen einbringen können.
Noch bis 10. September läuft eine Online-Umfrage. Die Ergebnisse sollen in ein langfristiges Entwicklungskonzept für das Areal einfließen. Dieses soll Anfang 2027 öffentlich vorgestellt werden.
Der historische Augarten ist heute nicht nur eine bedeutende Grünanlage, sondern auch Erholungsraum, Kulturstandort und touristischer Anziehungspunkt. Gleichzeitig bringen Klimawandel, steigende Besucherzahlen und die wachsenden Stadtviertel rund um den Park neue Herausforderungen mit sich.
"Gemeinsam mit jenen Personen, die den Augarten täglich nutzen, wollen wir einen Ort für Lebensqualität, Begegnung und Geschichte gestalten", sagt Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP). Der Augarten sei neben seiner historischen Bedeutung auch für Tourismus, Kultur, Freizeit und Wirtschaft wichtig.
Im Mittelpunkt der künftigen Planung stehen mehrere Bereiche: Das historische Gartendenkmal und die Baukultur sollen erhalten bleiben, gleichzeitig soll der Augarten besser auf die Folgen des Klimawandels vorbereitet werden. Auch die Aufenthaltsqualität und die weitere Nutzung als Natur-, Kultur- und Begegnungsort spielen eine zentrale Rolle.
"Der offene Beteiligungsprozess ist die Grundlage für die weitere Entwicklung", erklärt Markus Wimmer, Burghauptmann-Stellvertreter. Die bereits gestartete Generalsanierung des Atelier Augarten sei dabei ein erster Schritt. Auch die Bundesgärten sehen Handlungsbedarf. Laut Gerd Koch, interimistischem Leiter der HBLFA für Gartenbau und der Österreichischen Bundesgärten, müsse die Entwicklung des Areals auf die Veränderungen durch Klimawandel und Gesellschaft reagieren.
Wer seine Meinung einbringen möchte, kann bis 10. September an der Online-Umfrage teilnehmen. Zusätzlich findet am 13. Oktober im Palmenhaus Augarten der "Zukunftsdialog" statt. Dort sollen Bürger, Experten und Vertreter der zuständigen Institutionen in moderierten Gesprächsrunden diskutieren.
Wer an diesem Termin teilnehmen kann, wird aus den Anmeldungen per Zufallsprinzip ausgewählt. So soll eine möglichst vielfältige Gruppe entstehen. Die Ergebnisse der Online-Umfrage werden unabhängig davon in den weiteren Planungsprozess aufgenommen.