Augsburg-Boss fordert: "Keine Lizenz für Leipzig!"

Ist Leipzig kein Fußball-Verein? Augsburg-Präsident Klaus Hofmann schießt scharf gegen den Bundesliga-Rivalen – und will selbst Mitglied werden.

Leipzig ist vielen Fans und Funktionären ein Dorn im Auge. Mit den Millionen von Red Bull im Hintergrund gelang dem Klub ein kometenhafter Aufstieg in Deutschland – Bundesliga-Einzug, Champions-League-Platz, aktuell Platz zwei hinter Tabellenführer Bayern München. Augsburg-Präsident Klaus Hofmann macht seinem Ärger auf der Jahres-Hauptversammlung seines Klubs Luft – und fordert harte Maßnahmen.

Kritiker und Mitglied?



"Leipzig darf keine Lizenz bekommen", meint der 50-Jährige. Interessante Begründung: "Sie erfüllen die faktischen Voraussetzungen eines Vereins nicht. Juristisch mag das erlaubt sein, aber Leipzig hat nur 17 Mitglieder, da darf kein weiteres Mitglied rein." Um seiner Forderung Nachdruck zu verleihen, kündigt Hofmann eine drastische Maßnahme an – er will selbst Mitglied bei den Leipzigern werden. "Das probiere ich aus. Schauen wir mal, was passiert. Das sollte doch möglich sein, schließlich erfüllt doch Leipzig die offiziellen Fakten bei der Lizenzierung. Regeln sind für alle gleich und nicht für einen gleicher."

Persönliche Angriffe

Aus seiner zum teil auch persönlichen Abneigung gegen Leipzig-Funktionäre macht Hofmann keinen Hehl – besonders Leipzig-Vorstandsboss Oliver Mintzlaff ist für ihn ein Rotes Tuch: "Jetzt wird er wieder seine Kommunikationsabteilung auf mich hetzen", meint Hofmann. "Aber ich mag ihn auch nicht."

Umstrittene Aussagen



Der Augsburg-Präsident fiel schon in der Vergangenheit mit verbalen Breitseiten gegen den Rivalen auf. "Ich freue mich über jede Leipzig-Niederlage und trinke darauf ein Bier", meinte er bei seiner Amtseinführung. Im September 2016 wurde er beinahe aus der Gäste-Loge in Leipzig entfernt. Mintzlaffs Begründung: "Er zeigte permanent den Mittelfinger. Und als ein Leipzig-Spieler am Boden lag sprang er auf und schrie: ,Jawohl, jetzt liegt er am Boden!'"

Hinteregger verlängert



Ebenfalls Thema bei der Hauptversammlung der Augsburger war ÖFB-Legionär Martin Hinteregger. Sein Vertrag wurde vorzeitig um drei Jahre bis 2021 verlängert. "Wir freuen uns, dass Martin auch über die Saison hinaus seine Zukunft in Augsburg sieht und langfristig das FCA-Trikot tragen wird", meint Geschäftsführer Stefan Reuter. "Aufgrund seiner Leistungen und seiner Identifikation mit dem FCA haben wir die Option gezogen."

(gr)

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