Aus der Traum! Nödl verpasst Stanley Cup

Österreich muss weiter auf seinen ersten Stanley-Cup-Gewinner warten. Das Team des Wieners Andreas Nödl, die Philadelphia Flyers, verloren das sechste Spiel der Final-Serie gegen Chicago mit 4:3 nach Verlängerung. Für die Blackhawks ist es der erste Triumph seit 49 Jahren.

Die Ausgangslage in der prall gefüllten Eishockey-Arena von Philadelphia war klar: Gewinnen die Gastgeber, kommt es in wenigen Tagen zu einem Entscheidungsmatch. Siegt Chicago, geht der Stanley Cup an die Blackhawks.

Würdiges Finalmatch

In der Nacht auf heute entwickelte sich somit das erwartet spannende Spiel. Zunächst dominierten die Gäste aus Chicago und gingen mit 1:0 in Führung. Scott Hartnell (20.) und Daniel Briere (28.) drehten aber den Spieß um und brachten die Flyers in Front. Danach waren wieder die Blackhawks gefordert - sie schlugen durch Treffer von Patrick Sharp (30.) und Andrew Ladd (38.) zurück. Vier Minuten vor der Schlusssirene gelang der Heimmannschaft der viel umjubelte Ausgleich. Somit ging es in die Overtime.

Nödl sieht von der Bank zu

Die Flyers, bei denen der Wiener Andreas Nödl erneut nur Zuschauer war, kamen zu tollen Torchancen, den Treffer erzielten aber die Gäste: Patrick Kane feuerte nach 4:06 Minuten einen harmlosen Schuss ab, doch Philadelphia-Goalie Michael Leighton ließ ihn durch seine Schoner passieren. Kane begann seinen Treffer zu feiern, während seine Teamkollegen und Coaches nur verdutzt herumschauten - die rote Torlampe war nicht angegangen, außer Kane hatte niemand den Treffer als solchen erkannt.

Erst nach kurzem Videostudium durch die Schiedsrichter wurde das Tor offiziell gewertet. Zu diesem Zeitpunkte feierten die Blackhawks allerdings schon längst. Das Team aus Chicago gewann die Best-of-Seven-Serie mit 4:2 und sicherte sich den ersten Stanley Cup seit 1961. Kapitän Jonathan Toews wurde zum "wertvollsten Spieler" (MVP) der Finalserie gewählt.

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