Schade, schade, schade! Weitgehend ideenlose Rapidler unterliegen im Europa-League-Rückspiel dem CSKA Sofia 1:2 (0:0). Den einzigen Treffer der Hütteldorfer erzielt Salihi aus einem Elfer. Doch damit gelingt lediglich der Ausgleich, dem nur kurz später das bittere zweite Gegentor folgt. Nun heißt es für Rapid vor den letzten beiden Partien der Gruppenphase siegen oder fliegen.
Das wird ganz schwer für Rapid! Vier Punkte fehlen bereits auf Besiktas - Porto ist mit zehn Punkten und damit sieben Zählern Vorsprung bereits außer Reichweite. Und auch die Türken müssten gegen Rapid und Sofia verlieren, wollen die Hütteldorfer überhaupt noch Chancen auf den Aufstieg haben. Allerdings: Macht Besiktas schon am 2. Dezember in Bulgarien alles klar verkommt das Auswärtsspiel der Grün-Weißen in Istanbul zum bedeutungslosen Schlusspunkt der Gruppe L.
Auch Salzburg nur noch mit Mini-Chance
Ähnlich sieht die Situation für Red Bull Salzburg aus. Nach dem torlosen Remis in Turin liegt der österreichische Meister mit zwei Punkten am letzten Platz der Gruppe A. Auf die punktegleich führenden Lech Posen und Manchester City fehlen fünf Zähler, die nur noch in den direkten Duellen (Manchester auswärts, Posen daheim) geholt werden können. Als Zünglein an der Waage könnte sich hier die "Alte Dame" aus Turin entpuppen. Auch für Salzburg gilt: Schon nach der nächsten Runde (1. Dezember) könnten alle Träume jäh begraben sein.
Der LIVE-Ticker zu Rapid - Sofia zum Nachlesen
91. Minute: Die Nachspielzeit beginnt mit einer gelben Karte gegen Sofia und einem Freistoß aus aussichtsreicher Position für Rapid - Dober rollt den wuchtigen Weitschuss nur knapp am Tor vorbei. Der Schiri will noch weitere fünf Minuten sehen.
89. Minute: Die Uhr tickt gnadenlos herunter. In die Offensivbemühungen der Wiener schleichen sich Schlampigkeitsfehler, die teilweise sogar Goalie Hedl ausbüglen muss. Sofia wechselt noch einmal und gewinnt damit eine weitere wichtige Minute.
82. Minute: Aus der Favoritenrolle in die des Verfolgers: Rapid versucht es mit dem Mut der Verzweiflung, Sofia konzentriert sich auf die Verteidigung. Der muntere, fleißige Kavlak drängt immer wieder nach vorne. An der Strafraumgrenze verlaufen sich die Angriffe allerdings immer wieder im Sand. Dober kommt für Pehlivan. Bringt er den nötigen Schwung?
75. Minute: Mit dem Einklatschen der Rapid-Viertelstunde wird die Partie immer ruppiger. Auffälliger als so mancher Hütteldorfer sind bisweilen selbst die Rettungsleute mit der Tragbahre.
73. Minute: Die CSKA-Verteidigung zeigt Schwächen, doch noch kann Rapid keinen Nutzen daraus ziehen. Wieder kommen alle guten Aktionen nur von links. Die rechte Seite ist bei den Grün-Weißen praktisch nicht vorhanden.
68. Minute: Pacult muss nach der neuerlichen Watsche reagieren. Der Rapid-Coach bringt in einem Doppeltausch den quirligen Gartler anstelle von Nuhiu. Für Katzer kommt Trimmel.
61. Minute: Seeehr knapp! Nuhiu köpfelt aufs Tor, der Ball wird zur Ecke pariert. Rapid ist nach dem Ausgleich aufgewacht und jetzt deutlich munterer. Treffer Nummer zwei liegt in der Luft...
54. Minute: Das war nicht der Wiedereinstieg ins Spiel, den die Rapidler geplant haben. Aber es hilft nichts: Der Schock muss schnell verdaut und die Partie engültig vor das CSKA-Tor verlagert werden.
Halbzeitresümee: Was bisher geboten wurde, ist schnell zusammengefasst: Ein schöner Kavlak-Lattenschuss auf der einen Seite, ein sehenswerter Stangenschuss auf der anderen. Mehr Erwähnenswertes passierte nicht im Happel-Stadion. Im Parallelspiel führt der FC Porto gegen Besiktas Istanbul - zumindest dort läuft es vorerst noch nach Rapid-Wunsch. Ohne Heimsieg gegen Sofia wird es allerdings eng für die Wiener.
45. Minute: Außer einigen harten Zweikämpfen passiert an diesem lauen Novemberabend im Wiener Prater bisher nicht sehr viel. Die beiden Trainer werden in der Pause wohl einiges mit ihren Burschen zu besprechen haben. Noch gilt es aber, zwei Minuten Nachspielzeit zu überstehen.
36. Minute: Freistoß für Rapid. Soma übernimmt Kavlaks Hereingabe mit dem Kopf, der Ball segelt klar über das Tor.
30. Minute: Von der flotten Partie aus dem Hinspiel ist dieses Duell nach einer halben Stunde noch weit entfernt. Die besten Bälle werden verstolpert, keines der beiden Teams ist im Moment einer möglichen Führung nahe.
21. Minute: Grün-Weiß arbeitet sich langsam nach vorne. Vor allem auf der linken Außenbahn bieten sich immer wieder Lücken. So richtig torgefährlich sind die Hütteldorfer aber nicht.
17. Minute: Nun haben auch die Bulgaren ihren ersten Stangenschuss. Glück für Rapid: Der Ball springt zurück ans Bein eines Gegners, der Schiri-Assistent hebt die Fahne.
14. Minute: Die Wiener spielen kurze Zeit in Überzahl, Nuhiu setzt seinen Gegenspieler außer Gefecht, dieser muss außerhalb des Spielfelds behandelt werden. Die Partie hat sich mittlerweile im MIttelfeld eingependelt. Beide Verteidigungseinheiten sind aufmerksam.
8. Minute: CSKA steht hinten gut, lässt Rapid durch die Mitte kaum Chancen. Stojanow klärt schlampig, Pehlivan feuert aufs Tor, doch der Goalie wehrt zur Ecke ab. Die bringt Rapid nichts ein.
5. Minute: Das Blitztor blieb zwar aus, doch die Rapidler sind sichtlich hungrig nach dem Sieg. Den lautstark singenden Fans gefällt, was sie bisher sehen.
2. Minute: Sensationelle Chance von Rapid! Erster Vorstoß - und Kavlak scheitert nur an der Latte.
20.55 Uhr: Während Salzburg auch in Turin zu einem Punkt kommt (0:0), wird es für die Mozartstädter sehr schwer. Im Parallelspiel besiegte Lech Posen dank zweier Last Minute Treffer Manchester City mit 3:1 und übernahm die Gruppenführung. Salzburg fehlen nun schon fünf Zähler auf einen Aufstiegsplatz. Nun aber zurück zum Rapid-Spiel.
20.45 Uhr: "Rapid war in Sofia klar die bessere Mannschaft und hätte auch klarer gewinnen können. Ich denke zwar, dass Sofia heute besser sein wird als im Hinspiel, aber ich glaube, Rapid wird klar gewinnen", meint Goleador Hans Krankl eine Viertelstunde vor Spielbeginn. Schauen wir, ob er Recht behält.