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Ausgebucht trotz Insolvenz – Fine-Dining-Lokal kämpft

Über die Fat George GmbH wurde das Insolvenzverfahren eröffnet. Schuld seien Personalkosten und Teuerungen, meint der Restaurant-Chef.
Wien Heute
13.03.2026, 11:06
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Die Gastronomie ist vielerorts derzeit im Überlebensmodus – Teuerungen, hohe Personal- und Energiekosten machen vielen Restaurants-Chefs das Leben schwer. Vor kurzem wurde auch über die Fat George GmbH ein Insolvenzverfahren eröffnet.

Zum Unternehmen gehören das Fine-Dining-Restaurant "Fat George" in der Gartenheimstraße 1/6 (Wien-Donaustadt) und das Gasthaus "Fat George" in der Esslinger Hauptstraße 2. Das Restaurant öffnete vor knapp fünf Jahren – im Mai 2021 – seine Türen, wurde bereits mit zwei Hauben von Gault Millau sowie zwei Gabeln von Falstaff ausgezeichnet.

Geschäft läuft sehr gut

Co-Geschäftsführer und Gesellschafter Stefan Krennmayer erweckte mit dem Restaurant den alten Gasthof samt Hotelbetrieb seiner Familie wieder zum Leben. Um breiter aufgestellt zu sein, folgte vor rund einem Jahr die Eröffnung des Gasthauses mit klassischer Wirtshausküche.

"Das Geschäft im Gasthaus läuft seit der Eröffnung sehr gut. Wir haben pro Tag etwa 100 bis 150 Reservierungen. Auch im Restaurant rennt es super, wir sind zum Beispiel heute, Freitag, und morgen, Samstag, ausgebucht. Wir haben trotz Insolvenz auch weiterhin geöffnet", betont Krennmayer im Gespräch mit "Heute".

Schulden bei der ÖGK

"Die Fat George GmbH kann ihren laufenden Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen. Vom zuständigen Handelsgericht Wien wurde ein Konkursverfahren eröffnet", gab der Alpenländische Kreditorenverband (akv) am 6. März bekannt. Das Konkursverfahren wurde demnach über Antrag eines Gläubigers eröffnet.

"Ja, das war die Krankenkasse. Wir haben dort Schulden im unteren fünfstelligen Bereich", gibt der Lokalchef zu. Schuld seien hohe Personal- und Energiekosten, vier Langzeit-Krankenstände seit Juni im Gasthaus und unerwartete Reparaturen: "Es war einfach eine schwierige Zeit und die Summe von allem, aber vor allem die hohen Personalkosten. Beim Restaurant haben wir zwar mit vier Mitarbeitern eine schlanke Personalstruktur, beim Gasthaus aber nicht, da sind es 15 Mitarbeiter."

Hoffnung auf Sanierungsverfahren

Gläubiger können noch bis 21. April bei Rechtsanwalt Leopold Riess ihre Ansprüche anmelden, am 5. Mai findet dann die Tagsatzung und die Gläubigerversammlung statt: "Derzeit gehen wir die Bilanzen durch, wir wollen ein Sanierungsverfahren einleiten. Die Quote steht noch nicht fest. Wir tun alles dafür, um weitermachen zu können", so Krennmayer.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 13.03.2026, 11:35, 13.03.2026, 11:06
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