Ausgesperrt! Löw von Özil "persönlich enttäuscht"

Der deutsche Bundestrainer Jogi Löw wollte die "Causa Özil" mit dem ehemaligen Teamspieler aus der Welt schaffen, wurde aber nicht reingelassen.

Seit der verkorksten Fußball-WM samt historischem Vorrunden-Aus beschäftigt den DFB die "Causa Özil". Nach Fotos mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan und harscher Kritik an seinen Leistungen war Mesut Özil mit einem Rundumschlag aus dem deutschen Team abgetreten, warf dem DFB Rassismus vor.

Das wollte der deutsche Bundestrainer Jogi Löw nicht so stehen lassen, suchte das Gespräch mit dem 29-Jährigen. Bisher vergebens. Anrufe beantwortete der zurückgetretene Teamspieler nicht. Zuletzt hatte Löw versucht, beim Arsenal-Trainingsgelände vorbeizuschauen, wurde aber ausgesperrt.

"Persönlich enttäuscht"

"Persönlich bin ich darüber enttäuscht, wenn man so lange zusammengearbeitet hat, hätte ich mir ein persönliches Gespräch gewünscht", erklärte der 58-Jährige am Rande der Vergabe der EM 2024 im UEFA-Hauptquartier in Nyon. "Mesut war nicht da, von daher müssen wir akzeptieren, dass er aktuell nicht mit uns sprechen will. Die Gründe kenne ich nicht", so der deutsche Bundestrainer weiter.

Löw stand gemeinsam mit dem deutschen Teammanager Oliver Bierhoff bei Özil-Klub Arsenal London vor verschlossenen Türen. Auf Anweisung von "Gunners"-Coach Unai Emery durften Löw und Bierhoff nicht während des Trainings auf dem Gelände der Londoner sein. "Die Visite war angekündigt gewesen. Selbstverständlich hätte ich die Chance wahrgenommen, mit Mesut Özil zu sprechen. Das liegt mir nach wie vor am Herzen."

Stattdessen kam es nur zu Gesprächen mit den DFB-Kickern Bernd Leno und Shkodran Mustafi. (wem)

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