"Niemand macht es weg"

"Ausländer raus": Hassparolen auf Gebäude in St. Pölten

In der niederösterreichischen Hauptstadt St. Pölten sorgt ein Graffiti seit rund zwei Wochen für Ärger – bisher sei es noch nicht entfernt worden.
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10.09.2026, 15:30
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Seit rund zwei Wochen sorgen auffällige Aufschriften auf einem Gebäude in Unter-Radlberg bei St. Pölten für Ärger. So prangen auf dem gelben Gebäude Aufschriften wie "Ausländer raus!"

Laut einem "Heute"-Leser dürfte es sich dabei um ein ehemaliges Bahnhofsgebäude handeln. Besonders brisant: Direkt daneben befindet sich ein Sportplatz des örtlichen Fußballvereins, auf dem täglich zahlreiche Kinder, Jugendliche und Erwachsene unterwegs sind.

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Auch für Zugreisende sind die Aufschriften kaum zu übersehen: Das Gebäude liegt an der Bahnstrecke zwischen St. Pölten und Krems und ist laut dem Niederösterreicher von vorbeifahrenden Zügen aus gut sichtbar.

Der St. Pöltner ärgert sich vor allem darüber, dass die Aufschriften trotz ihres längeren Bestehens bislang nicht entfernt wurden. "Ich habe bei einer Polizeistreife nachgefragt und mir wurde gesagt, dass der Vorfall bereits mehrfach angezeigt worden sein soll", so der "Heute"-Leser.

"Kein Platz für menschenverachtendes Gedankengut"

Inzwischen hat sich auch die Stadt St. Pölten eingeschaltet. Wie aus einer Stellungnahme seitens Vizebürgermeister Michael Kögl (SPÖ) hervorgeht, gehören das ehemalige Bahnhofsgebäude und damit die betroffene Fläche den ÖBB. Bei mehreren der angebrachten Aufschriften handle es sich laut ihm um Botschaften mit eindeutigem Bezug zum Nationalsozialismus sowie um Gewaltaufrufe.

SPÖ-Vizebürgermeister Michael Kögl nahm Stellung zu dem Vorfall.
Michael Kögl

Nach Bekanntwerden des Falls sei umgehend die Polizei eingeschaltet und auf die politische Brisanz aufmerksam gemacht worden. Auch mit den ÖBB habe man Kontakt aufgenommen und um eine möglichst rasche Entfernung der Aufschriften ersucht. Sowohl Polizei als auch ÖBB hätten Unterstützung zugesagt.

"In St. Pölten ist kein Platz für derart menschenverachtendes Gedankengut", erklärt Kögl abschließend.

red,Akt. 10.09.2026, 15:31, 10.09.2026, 15:30