Sport

Ilzer für Liga-Comeback: "Müssen zurück ins TV"

Heute Redaktion
13.09.2021, 13:59

Die Wiener Austria ist im Corona-Modus. Alle Spieler sind in Wien, halten sich mit Heimprogrammen fit. Doch Coach Christian Ilzer möchte sich am Deutschland-Modell orientieren.

Die deutsche Bundesliga pausiert bis Ende April. Doch schon im Mai soll die Liga mit Geisterspielen fortgesetzt werden. Schon seit Montag trainieren die Bundesligisten wieder. Unter strengen Auflagen und in Kleingruppen.

Dieser Idee kann auch Ilzer etwas abgewinnen. "Ich denke schon, dass wir uns auch an den großen Ligen orientieren werden. Es muss aber einen klaren Zeitpunkt geben, ab dem diese Trainings möglich sind und es sollte für die Vereine gleiche Voraussetzungen geben", so der Austria-Coach in einem Skype-Interview auf der Vereinshomepage.

Kleingruppen-Trainings wären wichtig, um wieder in Richtung Meisterschaftsbetrieb zu kommen. "Wir könnten den Ball dazunehmen, technische und kleine taktische Elemente trainieren." Für ein echtes Mannschaftstraining wären Einheiten mit vier bis fünf Spielern aber kein Ersatz. "Wir müssen gewährleisten, dass sich die Spieler nicht verletzen."

Die Saison soll nach Ilzers Meinung jedenfalls sportlich zu Ende gehen. Dafür wird es die zunächst abgelehnten Geisterspiele brauchen. "Anfangs hätte ich mich persönlich damit nicht anfreunden können. weil das Stadionflair einzigartig ist und man von der euphorisierenden Stimmung lebt." Doch: "Wir müssen wieder in die Medienwelt, ins Fernsehen zurück, dann kommt unsere Ernährungskette wieder in Schwung. Das ist jetzt für alle Klubs existenziell ganz wichtig."

Bis dahin halten sich die Spieler mit ihrem Heimprogramm fit, das auch Ilzer streckenweise mitmacht. "Ich möchte am eigenen Körper spüren, wie sich das Heimprogramm anfühlt und auswirkt. Wie das Heimprogramm mittlerweile bei uns funktioniert, ist tadellos", lobte der violette Coach.

Ilzer selbst hat die Zwangspause auch zur Entspannung genützt. "Der Fußball hat in den letzten zehn Jahren meines Lebens immer eine zentrale Rolle eingenommen. Ich genieße es jetzt auch mal, Zeit mit meiner Familie zu verbringen. Ich war zehn Jahre in einem Hamsterrad. Aber natürlich fehlt mir der Spielbetrieb."

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