Austria-Tormann Robert Almer kämpft um seine Karriere. Der 33-Jährige hat nach 14 Monaten und drei Operationen noch immer Schmerzen. Nun gibt der ÖFB-Teamgoalie zu, an sein Karriere-Ende zu denken.
"Natürlich hat man diesen Gedanken. Ich würde lügen, wenn ich nach 14 Monaten sagen würde, dass ich nicht dran denken würde. Doch schlussendlich ist die Liebe zum Sport größer. Außerdem möchte ich mir irgendwann später nicht den Vorwurf machen, nicht alles versucht zu haben, um wieder am Platz zu stehen", sagt Almer im Interview mit Laola 1.
Im Europa League-Spiel bei der AS Roma im Oktober 2016 ist die folgenschwere Verletzung passiert. Im Stadio Olimpico riss sich der 33-Jährige das vordere Kreuzband, das Außenband und den Innenmeniskus im rechten Knie.
Almer hat noch immer Schmerzen
"Ich habe immer wieder mit dem Knorpel und mit dem Knochen Probleme. Das reagiert einfach bei gesteigerter Belastung und verursacht Probleme. Das müssen wir in den Griff bekommen. Natürlich ist es schwierig und es gibt Momente, wo man sich denkt: Ich würde am liebsten den Hut drauf hauen", so Almer.
14 Monate nach der schweren Verletzungen und drei Operationen später geht in der Reha nicht viel weiter, was Almer natürlich frustriert: "Es läuft schleppend. Es tut sich momentan nicht viel. Ich trete am Stand, versuche aber weitere Schritte nach vorne zu machen. Es ist vom Kopf her sicher schwierig, jeden Tag Gas zu geben. Ich versuche aber mein Bestes und hoffe, dass ich bald wieder am Platz stehe."
Lob für Hadzikic und Pentz
Im Austria-Tor wird Almer in der Zwischenzeit von Osman Hadzikic und Patrick Pentz vertreten. Für die beiden jungen Goalies gibt es großes Lob vom ÖFB-Teamkeeper: "Sie machen beide ihre Sache sehr gut. Es ist eine schwierige Situation für die Jungs. Es ist als junger Spieler immer einfacher, wenn du reinkommst und die Mannschaft spielt gut und ist erfolgreich. Es ist für beide aber auch eine sehr lehrreiche Zeit, wenn du mit solchen Situationen umgehen musst. Da können sie mehr mitnehmen, als von einer Saison, in der du vorne dabei bist und als Tormann wenig zu tun hast." (Heute Sport)