Zitter-Aufstieg

Austria in Elfmeter-Drama gegen Beitar Jerusalem weiter

Große Erleichterung bei der Wiener Austria. Die Veilchen zittern sich im Elfmeterschießen gegen Beitar Jerusalem ins Play-off der Conference League.
Sport Heute
13.08.2026, 23:14
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Am Ende war das Durchatmen riesengroß. Die Wiener hatten sich mit 4:2 im Elfmeterschießen gegen Beitar Jerusalem durchgesetzt. Nachdem Manfred Fischer, Tae-Seak Lee, Reinhold Ranftl und Sanel Saljic mit dem entscheidenden Strafstoß getroffen hatten, auf der Gegenseite Eugene Ansah an die Latte schoss und Samuel Sahin-Radlinger im Austria-Tor gegen Timothy Muzie parierte. Aufseiten der Veilchen hatte Vasilije Markovic nur die Innenstange getroffen.

Vor knapp 8.000 Fans am Verteilerkreis hatten Omer Atzili (32.) und Johnbosco Kalu (56.) die spielerisch starken Israelis mit 2:0 in Front gebracht, Kelvin Boateng verkürzte postwendend (58.). Nach 90 und 120 Minuten war es 2:1 für die Gäste gestanden. Das Hinspiel im rumänischen Ploiesti hatten die Veilchen noch mit 2:1 gewonnen.

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Für die Wiener geht es nun im Play-off zur Conference League gegen Portugal-Team Sporting Braga, das Dinamo Minsk mit dem Gesamtscore von 1:0 eliminiert hatte.

Beitar jubelt, Austria kontert

Austria-Coach Stephan Helm überraschte mit seiner äußerst jungen Startelf gegen Beitar, brachte die Teenager Daniel Nnodim, Jonas Feddersen, Vasilije Markovic und Philipp Maybach von Beginn an, dazu die 21-Jährigen Matteo Schablas und Moritz Wels. Als Routiniers fungierten Aleks Dragovic und Kapitän Manfred Fischer. Vorne stürmten Kelvin Boateng und der flinke Julian Hettwer.

In einer flotten Partie am Verteilerkreis hatte zunächst die Austria die Chance gehabt, Schablas in der zehnten Minute den Ball aber nicht ideal getroffen. Hettwer scheiterte kurz darauf an Miguel Silva im Beitar-Tor (15.). In der Rückwärtsbewegung hatten die Austrianer allerdings große Lücken. So wurden die Israelis immer drückender und erzwangen das 1:0 nach einer guten halben Stunde durch einen starken Abschluss von Omer Atzili (33.). Zuvor hatte es im Austria-Strafraum lichterloh gebrannt. Die Antwort der Veilchen blieb aus. Auch, weil sich Boateng im Konter zu viel Zeit ließ, nicht abschloss (39.).

Kurz nach Wiederbeginn setzte es den nächsten Nackenschlag für die Austria, stand Kalu in der 56. Minute goldrichtig, schoss einen von Samuel Sahin-Radlinger nach vor abgewehrten Ball zum 2:0 für die Israelis ins Netz. Der Austria-Keeper hatte zunächst noch gegen Atzili pariert. Diesmal folgte die Veilchen-Antwort postwendend durch Boateng, der nach einem Hettwer-Abschluss nachsetzte und ebenso abstaubte, das wichtige 1:2 erzielte (58.). Auf der Gegenseite rettete die Stange gegen den starken Atzili (63.), der vermeintliche dritte Treffer der Israelis durch Yarden Shua nach einem Konter zählte in der 75. Minute nicht – hauchdünnes Abseits. Austria-Kapitän Manfred Fischer hatte kurz vor Ende den zweiten Treffer auf dem Fuß, der Ball versprang sich aber vor ihm (86.), Sahin-Radlinger hielt die Veilchen dann gegen Brayan Carabali im Spiel (90+2.), brachte das Team in die Verlängerung.

In der der Austria-Torhüter erneut gegen den langen Abwehrspieler von Beitar parieren musste (93.). Shua vergab kläglich für die Israelis, die in der Verlängerung Druck machten (104.).

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