Austria kann mit einem Punkt in Innsbruck leben

Bild: GEPA pictures
Für die Austria und Wacker Innsbruck ist es nach dem 1:1 am Tivoli am Samstag weiter möglich ihre Saisonziele zu erreichen. Die Austria liegt als Dritter auf einem Europacup-Startplatz, büßte aber zwei Punkte auf Verfolger Grödig ein. Das Schlusslicht aus Tirol setzte mit sieben geholten Punkten aus drei Spielen den Aufwärtstrend fort, hat aber noch immer fünf Zähler Rückstand auf Wr. Neustadt.
. Das Schlusslicht aus Tirol setzte mit sieben geholten Punkten aus drei Spielen den Aufwärtstrend fort, hat aber noch immer fünf Zähler Rückstand auf Wr. Neustadt.

Verständlich war daher, dass weder Austria-Coach Herbert Gager noch Innsbruck-Trainer Michael Streiter nach einem hochdramatischen Spiel wussten, ob sie sich über den Punkt freuen, oder sich über die vergebene Chance auf eine bessere Ausgangsposition im jeweiligen Tabellenbereich ärgern sollten.

Die Favoritner können jedenfalls mit dem Unentschieden besser leben, liegen sie doch noch immer drei Zähler vor dem Aufsteiger. Zudem spricht das um 20 Treffer bessere Torverhältnis im Falle der Punktegleichheit für die Wiener. "Dieser Punkt war wichtig. Wir haben noch immer eine gute Ausgangsposition", sagte Gager.

Direktes Duell um Europacup

Am Sonntag kommt es in der Untersbergarena zum direkten Duell der beiden Europacup-Platz-Aspiranten. "Wenn wir dieses Spiel gewinnen, dann sind wir durch", weiß Austrias Trainer. Den Wienern reicht aufgrund des Torevorteils aber so gut wie sicher auch schon ein Remis, um Rang drei vor dem letzten Heimspiel gegen Sturm Graz zu fixieren. Die Grödiger wollen ihnen aber einen Strich durch die Rechnung machen. "Wir haben es geschafft, auf die Austria Druck aufzubauen, am Sonntag wollen wir jetzt punktemäßig aufschließen", lautet die Zielsetzung von Trainer Adi Hütter.

Am Tabellenende verabsäumten es die Tiroler zwar vor 5.800 Fans mit dem dritten Sieg in Folge bis auf drei Zähler an Wiener Neustadt heranzurücken, geben sich aber noch nicht geschlagen. "Unsere Chance lebt nach wie vor", sagte Streiter und ist damit einer Meinung mit seinen Spielern. Alle denken noch an das "Wunder von Wolfsberg". In der vergangenen Saison lag der FC Wacker zwei Runden vor Schluss auch fünf Punkte zurück und holte Mattersburg noch ein.

Für Innsbruck wäre mehr möglich gewesen

Wackers 32-jähriger Routinier Roman Wallner, der gegen die Austria viel rackerte, sprach nach dem Schlusspfiff davon, dass mehr als das Unentschieden möglich gewesen wäre. So hatten die Tiroler vor der Pause bei Aluminiumtreffern von Darko Jevtic und Wallner Pech. Nach dem Ausschluss von Wacker-Goalie Szabolcs Safar wegen Torraubs und dem Elfmetertor von Alexander Gorgon waren aber die Wiener dem Siegtreffer näher. "Zu zehnt haben wir nur noch Verlegenheitsangriffe gestartet", bekannte Wallner.

Was den Innsbrucker Mut macht für die letzten zwei Runden bei Rapid und daheim gegen Grödig, war die Einstellung und der Kampfgeist bis zum Ende der Partie. "Das war sehr, sehr gut. Kompliment", lobte Streiter seine Truppe. Und Wallner gab die Marschrichtung vor: "Wenn wir diese Leistung am Sonntag wieder abrufen, dann können wir auch im Hanappi-Stadion bestehen."

Zittern in Wiener Neustadt

Die Wiener Neustädter waren froh, dass es in Tirol keinen Heimsieg gab. "Gott sei Dank hat Innsbruck nicht gewonnen", lautete der Kommentar von Coach Heimo Pfeifenberger.  Seine Elf kassierte mit dem Heim-1:3 gegen Grödig  bereits die siebente Niederlage in den jüngsten acht Partien. "In acht Spielen nur ein Punkt, so wollen wir nicht die Meisterschaft beschließen, das tut weh. Die Spieler sind jetzt noch mehr als bisher in der Verantwortung", sagte Pfeifenberger.

nur mehr sechs Punkte Luft auf das Tabellenende, aufgrund eines 12-Tore-Bonus im Vergleich zu Wacker scheinen die Südstädter aber schon jetzt gerettet zu sein. "Wir wollen in den letzten Spielen selbst für die Entscheidung sorgen", sprach Admira-Routinier Markus Katzer Klartext.
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