Die Veilchen haben im Hinspiel der dritten Qualirunde zur Conference League gegen Beitar Jerusalem im Ausweichstadion im rumänischen Ploiesti einen wichtigen 2:1-Sieg eingefahren. Die beiden Austria-Youngsters Vasilije Markovic (45.) und Sanel Saljic (69.) drehten die Partie für die Wiener, nachdem zuvor Noam Muche die vor allem im ersten Durchgang tonangebenden Israelis in Front gebracht hatte (19.).
Am Ende strahlten aber die Veilchen, sie dürfen vor dem Rückspiel in einer Woche am Verteilerkreis (Donnerstag, 20.30 Uhr) vom Aufstieg ins Play-off träumen.
Für den violetten Kapitän war es ein besonderes Spiel: der 31. Geburtstag, der 200. Auftritt für die Austria. Und beinahe ein Tor, dieses war kurz nach Wiederbeginn wegen einer Abseitsstellung nicht gegeben worden. "Es bedeutet mir sehr viel. Wir machen in den letzten Jahren viel aus den Möglichkeiten, die wir haben, gehen durch tiefe Täler. Die Mannschaft lässt sich nicht hängen. Es gibt viele Typen, denen es nicht egal ist, dass wir da irgendwo herumkrebsen. Wir streben nach dem Besten. Nach dem 0:3 in Wolfsberg wollten wir unbedingt eine Reaktion zeigen", analysierte Fischer bei "Viola TV". Er und die gesamte Mannschaft hatten sich nach dem Spiel von den mitgereisten Austria-Fans feiern lassen.
Entscheidend war die Umstellung in Halbzeit zwei. Coach Stephan Helm löste die defensive Dreierkette auf, setzte auf eine Vierer-Abwehrreihe. "Wenn wir kicken, dann geht es eh, dann kommen wir zu Chancen. Ich bin einfach stolz auf die Mannschaft", so Fischer. Wichtiger als sein Torerfolg sei auch, "dass die Mannschaftsleistung stimmt. Und die haben sich voll reingehaut heute bis zum Schluss."
Auf den Sieg, den Geburtstag und das 200. Spiel in Violett wolle er aber noch anstoßen: "Vielleicht trink’ ich heute noch eins. Ein Bier darf ich mir heute genehmigen."
Jubeln durfte auch Siegtorschütze Saljic: "Ich bin froh, dass ich das Tor erzielen konnte. Das ist erst der Anfang. Es war wichtig für die Mannschaft und für mich, für mein Selbstvertrauen", schmunzelte der 20-Jährige.
"Es ist das passiert, womit ich gerechnet habe: Die investieren in die erste Phase des Spiels immer ganz viel. Aber ein Spiel dauert immer 90 Minuten und wir hätten das eine oder andere Tor mehr erzielen können", analysierte auch Coach Helm. "Wir müssen auch in schwierigen Phasen zusammen bleiben, das wird uns besser machen", so der Austria-Trainer weiter.
Nun geht es in einer Woche zu Hause um den Aufstieg. Mit einer besonders guten Ausgangsposition.