Peter Stöger ist ein gefragter Mann. Sowohl die Austria als auch Rapid sollen bei ihm nachgefragt haben. Nun äußerte sich der gebürtige Wiener selbst dazu.
Wohin zieht es Peter Stöger als nächstes?
Nach seinen Engagements in Deutschland beim 1. FC Köln und Borussia Dortmund hatte sich der 53-Jährige eine Auszeit genommen. Nun sollen sowohl die Austria als auch Stadtrivale Rapid um Stögers Dienste buhlen. In "Sport am Sonntag" äußerte sich der Erfolgstrainer nun zu den Gerüchten – konkrete Details lieferte er aber keine.
"Ich kann es zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht genau sagen. Es muss im Grunde genommen alles zusammenpassen", so Stöger. Er werde erst alle Angebote genauer betrachten und eine Entscheidung erst treffen, wenn alle Faktoren dafür sprechen.
"Und dann am Ende geht man dann her und sagt: Irgendwann wird etwas kommen, was stimmig ist. Stimmig heißt, dass es von der Aufgabe her passen muss, dass es bisschen was mit der Emotion zu tun haben sollte, dass es privat hinhauen sollte", fuhr er fort.
Eile hat Stöger bei der Entscheidungsfindung keine. "Da oder dort ist auch der wirtschaftliche Faktor ein Thema. Dann geht man das durch und schaut einmal, was alles kommen wird. Ich bin jetzt nicht unterwegs, weil ich unbedingt was machen will, sondern das, was ich machen werde, sollte stimmig sein", erklärte er.
2013 holte Stöger als Trainer der Austria den Meistertitel an den Verteilerkreis. Nun soll ihn ausgerechnet der Grün-Weiße Erzrivale nach Hütteldorf holen wollen. Als Spieler war Stöger bekanntlich für beide Wiener Vereine aktiv. Zum Thema Rapid meinte der 53-Jährige: "Es stimmt, dass ich mit Rapid Kontakt gehabt habe. Im Fußball läuft man sich ja auch immer über den Weg und da gibt es natürlich Gespräche. Natürlich diskutiert man das eine oder andere durch."
Gerüchte, wonach er ein Angebot der Hütteldorfer abgelehnt habe, entlarvte Stöger als Unwahrheit. "Nein, das ist mit Sicherheit eine Falschmeldung", so der frühere Austria-Trainer.
Ein Posten, der Stöger auf jeden Fall reizt, ist der des österreichischen Nationaltrainers. Während seiner Zeit beim FC Köln hatte er sogar eine Anfrage des ÖFB vorliegen. Allerdings musste er dem Verband zu jenem Zeitpunkt eine Absage erteilen, da er mit seinem damaligen Verein noch einiges vor hatte. Sollte jetzt aber erneut dasselbe Angebot kommen, so müsste der Wiener nicht lange überlegen. "Ich denke, für jeden österreichischen Trainer ist der Teamchef etwas, wo man nicht 'nein' sagen kann", so der 65-fache frühere Nationalspieler.
Eine Rückkehr nach Österreich ist für Stöger auf jeden Fall ein Thema: "Ich hab aber auch immer gesagt, dass ich irgendwann wieder in Österreich arbeiten werde – ganz sicher." Zu welchem Zeitpunkt er sein Comeback geben wird, ist allerdings noch unklar. "Die Frage ist, wann es soweit ist. Ob es jetzt bald einmal ist oder ob es noch eine Zeit braucht, das werden wir dann entscheiden."
(red)