Austria schafft Befreiungs-Schlag in Innsbruck

Nenad Bjelica hat bereits vor der Partie der Austria am Tivoli gegen Wacker Innsbruck gemerkt, dass die Länderspielpause seinem Team gut getan hat Gegen Wacker setzten die Veilchen die Ansage des Trainers in die Tat um und servierten die Tiroler 5:0 ab. Philipp Hosiner erzielte dabei einen Doppelpack gegen den "Lieblingsgegner" der Violetten. Ried kommt über ein 2:2 gegen Schlusslicht Admira nicht hinaus.
Nenad Bjelica hat bereits vor der Partie der Austria am Tivoli gegen Wacker Innsbruck gemerkt, dass die Länderspielpause seinem Team gut getan hat Gegen Wacker setzten die Veilchen die Ansage des Trainers in die Tat um und servierten die Tiroler 5:0 ab. Philipp Hosiner erzielte dabei einen Doppelpack gegen den "Lieblingsgegner" der Violetten. Ried kommt über ein 2:2 gegen Schlusslicht Admira nicht hinaus. 

Meister Austria ist in der Fußball-Bundesliga weiter auf dem Vormarsch. Mit einem 5:0 (3:0) bei Wacker Innsbruck feierten die Violetten am Samstag den dritten Sieg in Serie und schossen sich damit für den nächsten Auftritt in der Champions League warm. Gegner FC Porto wird es der Austria am Dienstagabend aber deutlich schwerer machen, als die defensiv sorglos agierenden Tiroler. Philipp Hosiner (20., 40., 73.) mit seinen Saisontoren sechs bis acht, Thomas Murg (27.) und Markus Suttner (55.) trafen für die Wiener. Die Austria steht damit erstmals seit der 1. Runde auf dem zweiten Tabellenplatz. Wacker verlor hingegen weiter Boden auf die Admira. Trotz ihres Acht-Punkte-Abzugs verkürzte das Schlusslicht den Rückstand auf den Neunten auf sechs Zähler.

Austria-Trainer Nenad Bjelica setzte in Tirol auf Roman Kienast als hängende Spitze hinter Philipp Hosiner. Sein Gegenüber Roland Kirchler gab dem beim 4:0 gegen Wr. Neustadt doppelt erfolgreichen Alexander Gründler erneut den Vorzug vor Roman Wallner. Dazu gab der zuletzt verletzte Miroslav Milosevic im Mittelfeld sein Comeback bei den Tirolern, Stammtorhüter Szabolcs Safar fehlte aufgrund seiner Rückenblessur hingegen weiter. Beide Teams schenkten sich vor 4.225 Zuschauern im Tivoli von Beginn an wenig. Wacker strahlte dabei zunächst etwas mehr Elan aus und attackierte die Gäste früh. Die spielerische Note war hüben wie drüben in der ersten Viertelstunde aber kaum vorhanden. Viele Fehlpässe prägten die Partie. Die Austria kam mit dem ersten Schuss auf das Innsbrucker Tor aber zur Führung.

Innsbruck lässt Chancen aus, die Austria trifft

Nach einem weiten Zuspiel von James Holland entwischte Hosiner der schläfrigen Hintermannschaft der Hausherren und bezwang Safar-Ersatzmann Wolfgang Schober. Fast unmittelbar hätte Wacker bei einer Doppelchance von Alexander Hauser und Christian Schilling (23.) zurückgeschlagen, nur vier Minuten später fingen sich die Tiroler jedoch den nächsten Gegentreffer ein. Über Kienast und Hosiner kam der Ball zu Murg, der platziert ins lange Eck abschloss. Der seit kurzem 19-Jährige war zwei Wochen nach seinem Liga-Premierentor gegen den WAC damit erneut zur Stelle. Dem nicht genug, offenbarte die Wacker-Defensive fünf Minuten vor der Pause erneut Schwächen: Nach Pass von Murg bediente Kienast im Fallen Hosiner, der keine Probleme hatte. Ein regulärer Treffer von Daniel Royer wurde wegen Abseits noch dazu nicht anerkannt (44.).

Die Austria zeigte jedenfalls die von Bjelica stets geforderte Effizienz, auch wenn Royer (47.) und Kienast (54.) bei zunehmend stärker einsetzendem Schneeregen Riesenchancen ausließen. Der aufgerückte Suttner besorgte mit einem strammen, aber nicht unhaltbar scheinenden Schuss dann doch den vierten Austria-Treffer. Hosiner vollendete nach Royer-Flanke schließlich seinen Triple-Pack. Wacker versuchte zwar, das Ehrentor zu erzwingen, Torhüter Heinz Lindner ließ sich aber nicht überwinden. Den Innsbruckern gelang damit zum siebenten Mal in den letzten acht Partien kein Treffer gegen die Austria. Im eigenen Stadion gab es zuletzt Ende Oktober 2007 einen Heimsieg, seitdem holte die Austria im Tivoli in acht Spielen 22 von 24 Zähler.

Schlusslicht Admira erkämpft einen Punkt im Innviertel

Die Admira hat sich noch lange nicht aufgegeben. Im ersten Bundesliga-Spiel nach der Bestätigung des Acht-Punkte-Abzugs erreichten die Niederösterreicher in der 16. Runde ein hoch verdientes 2:2-(1:1)-Auswärtsremis gegen die SV Ried. Die Treffer erzielten Oliver Kragl (42.) und Robert Zulj (81.) bzw. Rene Schicker (7.) und Thorsten Schick (61.). Der SV Grödig hat sich von dem Skandal um Dominique Taboga nicht beeinflussen lassen. Die Salzburger gewannen im ersten Spiel ohne ihrem mittlerweile entlassenen Ex-Kapitän beim SC Wiener Neustadt verdient mit 2:0 (1:0) und hielten damit in der Tabelle als Vierter mit dem punktegleichen Zweiten Austria Schritt. Die Partie war aufgrund der schlechten Platzverhältnisse am Rande der Regularität.

Mann des Spiels in Wiener Neustadt war Philipp Zulechner. Der Grödig-Stürmer, der am Dienstag beim 1:0-Sieg gegen die USA in Wien sein Nationalteam-Debüt gegeben hatte, übernahm mit seinem mittlerweile vierten Saison-Doppelpack (36., 50.) sowie den Toren Nummer 12 und 13 auch die Führung in der Liga-Schützenliste vor Salzburgs verletztem Jonatan Soriano (12). Das "Pack"-Derby WAC gegen Sturm Graz fiel am Nachmittag den starken Regenfällen in Kärnten zum Opfer. 
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