Mick Blue über 1. Dreh: "Regisseur machte mich fertig"

Pornostar Mick Blue am Set - noch vor Corona.
Pornostar Mick Blue am Set - noch vor Corona.
Instagram/ mickblueracing
Der Österreicher Mick Blue hat bisher über 4.000 Porno-Szenen gedreht. Sein Einstieg war aber schwierig und sein erster Dreh ging mächtig in die Hose.

Seit mehr als 20 Jahren verdient sich Mick Blue nun schon sein Geld als Porno-Darsteller und avanvierte in dieser Zeit zu einem der größten Stars überhaupt. Der gebürtige Steirer lebt mittlerweile seit dem Jahr 2004 in den Vereinigten Staaten und ist auch in der Corona-Krise ein gut gebuchter Akteur.

"Es gibt Wochen, da arbeite ich sieben Tage durch und dann gibt es Wochen, wo ich weniger arbeite", verrät der Grazer gegenüber "Heute". Der 44-Jährige hat sich in der Porno-Branche einen Namen gemacht und erarbeitet und kann sich mittlerweile seine Projekte selbst aussuchen. In über 4.000 Szenen hat er bisher mitgespielt.

Doch der Weg bis dorthin war für Mick Blue alles andere als einfach. Der Österreicher nahm zu Beginn seiner Karriere an mehreren Porno-Castings teil, die aber die "reinste Abzocke" waren. Daneben lieh er sich in Videotheken Sex-Filme aus und schrieb an die Firmen Briefe, ob er für sie arbeiten könne. Trotz des schwierigen Einstiegs nahm seine Karriere dann langsam aber sicher Fahrt auf.

Mick Blue als Detektiv-Gehilfe

Nach mehreren kleineren Produktionen für ÖKM-Chef Thomas Janisch, darunter ein Shooting mit fünf Frauen, war es dann endlich soweit: Mick Blue sollte mit Anfang 20 seine erste "professionelle" Szene drehen - und zwar für keinen Geringeren als Porno-Regisseur Michael Schey, der als "Harry S. Morgan" unter anderem die "Gina Wild"-Filme gedreht hatte.

Schey holte Blue für einen Dreh nach Paris. "Conny Dachs (Anm. deutscher Pornostar) war dort und spielte einen Detektiv. Und ich war sein Gehilfe", erinnert sich der Steirer im Gespräch mit "Heute". "Ich weiß nicht mehr genau, wie der Film geheißen hat, aber meine erste Szene war mit einer Darstellerin aus Tschechien, ihr Name war Katarina."

"Nach 15 Minuten war ich fertig"

Und gleich der erste Dreh war für Blue echtes Neuland. "Es war eine Analszene", erzählt der heute 44-Jährige. "Davor hab ich noch nie Analsex gehabt." Der Österreicher war mit der Situation dann ein wenig überfordert und von Regisseur Schey gab es zudem keine wirklich große Unterstützung. "Er hat mir nicht genau gesagt, was ich machen soll oder nicht", so Blue zu "Heute".

"Der Regisseur hat mir nur erklärt: 'Du schnappst sie, verhörst sie und hast dann Analsex mit ihr'", erzählt der Grazer weiter. "Ich habe mir nur gedacht: 'OK, das mache ich' und nach 10 oder 15 Minuten bin ich gekommen." Und weiter: "Meines Ermessens nach war genug Zeit, ich habe verschiedene Positionen gemacht und dann war ich fertig." Mick Blue war mit seiner Leistung also durchaus zufrieden, doch das sahen offenbar nicht alle am Set so - allen voran Regisseur Michael Schey.

"Auf einmal schreit mich Schey am Set komplett zusammen. Der hat das überhaupt nicht gepackt, dass ich nach 15 Minuten einfach gekommen bin", erzählt Blue. Der Grund lag auf der Hand: der Österreicher war für den Regisseur ein wenig zu voreilig gewesen, es hätten von der Szene nämlich auch noch Fotos gemacht werden müssen. Und der Regisseur fand die Situation alles andere als lustig und ließ seinem Ärger über Blue freien Lauf.

"Penis-Double" für Mick Blue

"Da war ich dann schon ziemlich fertig. Zuerst habe ich gedacht, es war eine grandiose Leistung", erinnert sich der Steirer zurück. Er sei superstolz auf sich gewesen und "dann macht mich der Regisseur zur Schnecke." Porno-Darsteller David Perry habe dann für Blue ein "Penis-Double" gemacht, um die Fotos schließlich doch noch in den Kasten bringen zu können.

Die restlichen vier, fünf Tage in Paris seien dann ebenfalls nicht gerade nach Wunsch verlaufen. "Ich habe bei den Szenen weinerlich ausgeschaut. Blowjob-Szenen habe ich noch zusammen gebracht, aber volle Sex-Szenen waren dann schon schwer", erzählt Blue gegenüber "Heute". Die ganze Woche in Frankreich sei eine "Katastrophe" gewesen. Er sei dann zwar noch zwei Mal von Schey nach Paris für weitere Drehs geholt worden, doch die Standpauke des Regisseurs beim ersten Dreh hatte ihre Spuren hinterlassen.

"Es war keine leichte Zeit! Die Leistung war ok, aber nichts worauf du stolz sein kannst. Der Regisseur hat mich metal einfach fertig gemacht", so der 44-Jährige. Als die Drehs vorbei waren, war Blue mit den Nerven am Ende. "Ich habe mir gedacht, vielleicht sind Pornos doch nicht das richtige für mich und vielleicht mache ich eine Pause". Trotz dieses Rückschlags fuhr Mick Blue aber weiterhin zur Sex-Messe "Venus" nach Berlin. Dort habe er auch wieder ein paar neue Leute kennengelernt und Partys gefeiert.

"Das war ein Reset für mich"

Kurze Zeit später klingelte dann auch schon das Telefon. "Thomas Janisch hat mich noch einmal angerufen und gesagt, da wäre eine deutsche Produktion in Österreich und die würden dich gerne verwenden", so der Steirer. Es sei eine andere Firma als bei Michael Schey gewesen und er habe gleich zugesagt. "Das war ein Reset für mich. Die Szenen haben gut funktioniert und da habe ich mich dazu entschlossen, dass ich weiter Pornos drehen werde", erzählt Blue.

Danach habe er dann noch für weitere deutsche Produktionen vor der Kamera gestanden, die unter anderem in Ibiza gedreht wurden. "Da waren ein Kameramann, zwei bis drei Frauen und zwei männliche Darsteller. Dann haben wir die ganze Woche dort gedreht und da habe ich wirklich Selbstvertrauen tanken können", schwelgt der Steirer in Erinnerungen. Vier oder fünf Mal hätte er solche Produktionen gemacht und das habe "gut funktioniert".

Ein unvergessenes Treffen

Zwischen den Drehs habe ihn dann einmal ÖKM-Boss Janisch kontaktiert und erzählt, dass ein großer Produzent von Deutschland auf Besuch in Österreich sei. "Er hat mich dann gefragt, ob ich nicht schnell nach Bad Ischl fahren und ihn treffen möchte", erzählt der Grazer zu "Heute". Blue habe zugesagt und sei nach Salzburg gefahren, um den Produzenten zu treffen.

Und dieses Treffen ist Mick Blue bis heute in Erinnerung geblieben - und wird es vermutlich auch immer bleiben. Warum sich das Meeting so sehr in das Gedächtnis des Steirers eingebrannt hat, erfährst du im nächsten Teil der "Mick Blue"-Reihe am 10. April.

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