Ein wegen Drogendelikten gesuchter Mann hat am Dienstagabend in Wien-Brigittenau bei seiner Festnahme für einen spektakulären Polizeieinsatz gesorgt. Der 29-Jährige soll versucht haben, Beamte mit einem fremden Ausweis zu täuschen – als das aufflog, eskalierte die Situation.
Der Vorfall ereignete sich gegen 20.20 Uhr in der Rebhanngasse im 20. Bezirk. Ein Kriminalbeamter außer Dienst erkannte dort einen Mann, gegen den bereits eine aufrechte Festnahmeanordnung bestand. Die Kriminalpolizei ermittelte gegen den Mann wegen Drogenhandels. Daraufhin verständigte der Beamte seine Kollegen von der Polizeiinspektion Ausstellungsstraße.
Bei der anschließenden Personenkontrolle soll sich der Verdächtige mit einem fremden Ausweis legitimiert haben. Die Beamten waren vorgewarnt: Der Kriminalbeamte hatte ihnen zuvor den Hinweis gegeben, dass der Mann möglicherweise falsche Dokumente verwenden werde.
Als die Polizisten den Verdächtigen schließlich auf seine tatsächliche Identität ansprachen, versuchte der Mann plötzlich zu flüchten.
Die Flucht dauerte jedoch nicht lange: Der 29-Jährige kam in der Rebhanngasse zu Sturz. Bei der anschließenden Festnahme soll der Mann massiven Widerstand geleistet haben. Dabei wurde auch ein Polizeibeamter verletzt.
Der Tatverdächtige – ein russischer Staatsbürger – wurde schließlich festgenommen und in eine Justizanstalt gebracht.
Nun drohen ihm weitere Anzeigen, unter anderem wegen des Verdachts der schweren Körperverletzung, versuchten Widerstands gegen die Staatsgewalt sowie wegen des Gebrauchs fremder Ausweise.