Christopher Seiler, Paul Pizzera und Daniel Fellner starteten AUT of ORDA einst gemeinsam. Seit Seilers Ausstieg im August 2024 führen Pizzera und Fellner das Projekt zu zweit weiter. Und während das Debüt noch in der ursprünglichen Dreier-Konstellation entstand, trägt das neue Album "Die Leichtdichtheit des Seins" (erscheint am 18. September) nun ganz die Handschrift des Duos.
Eine große Umstellung? Offenbar nicht. "Es hat sich nicht verändert", sagt Pizzera. Der Grund ist simpel: "Der Daniel und ich waren halt früher auch schon eben die, die am öftesten im Studio waren", lacht er im "Heute"-Talk.
Die beiden arbeiten ohnehin bei zahlreichen Projekten zusammen, kennen sich entsprechend gut und wissen mittlerweile ziemlich schnell, wohin die musikalische Reise gehen soll. Beim zweiten Album habe sich vor allem ein gemeinsamer Rhythmus entwickelt.
Was sich sehr wohl verändert hat, ist der Sound. Das neue Album ist stellenweise deutlich härter geraten. "Wir haben da beide ja auch ein bisschen eine Verwurzelung in der härteren Musik", erklärt Fellner. Dazu kommt die Erfahrung aus den Konzerten. Die härteren Nummern funktionieren live besonders gut. Also darf es diesmal ruhig ein bisschen mehr davon sein.
Ein Beispiel dafür ist "Nazis gegen Rechts". Ein Song, bei dem AUT of ORDA ganz bewusst nicht darauf schielen, ob daraus der nächste Radio-Hit wird. "Das ist natürlich keine Nummer, wo man jetzt auf den Chart-Hit hofft", sagt Pizzera. Vielmehr gehe es um eine klare Haltung. "Wir sind gegen Leute, die Demokratie abschaffen wollen, wir sind gegen Leute, die homophob, xenophob sind."
Ohnehin wollen sich Pizzera und Fellner beim Schreiben möglichst wenig davon beeinflussen lassen, was funktionieren könnte oder ins Radio passt. "Es gilt zu vermeiden, dass sich das alles nach Arbeit anfühlt", sagt Pizzera. Würde man bei jeder Zeile überlegen, was man sagen darf und was besser nicht, bliebe irgendwann wenig von der kreativen Freiheit übrig.
AUT of ORDA live
1. Oktober 2026: München, Backstage Werk
2. Oktober 2026: Salzburg, Szene
3. Oktober 2026: Amstetten, Pölz Halle
8. Oktober 2026: Graz, Orpheum
9. Oktober 2026: Linz, Posthof
10. Oktober 2026: Wien, Gasometer