Aussage wirft neue Fragen auf

Axt-Angreifer nennt Motiv, doch das wirft Fragen auf

Der Axt-Angreifer (30) von Linz hat erstmals sein Motiv geschildert. Doch seine Aussagen werfen jetzt neue Fragen zum Tathergang auf.
Oberösterreich Heute
17.04.2026, 21:24
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Nach der brutalen Axt-Attacke am Linzer Südbahnhofmarkt kommen neue Details ans Licht – und die werfen Fragen auf. Denn die Darstellung des Beschuldigten (30) scheint den Aussagen von Zeugen und dem aktuellen Ermittlungsstand der Polizei in gewissen Punkten zu widersprechen.

Der Beschuldigte zeigt sich aktuell geständig, wie Staatsanwalt Florian Roitner gegenüber "Heute" erklärt. Als Motiv gab er an, dass ihn das spätere Opfer (40) "genervt" habe. Demnach soll der 30-Jährige im Nahbereich der Bank "mit der Axt auf und ab gegangen" und in Folge vom Sicherheitsmitarbeiter angesprochen worden sein.

"Wut", weil Opfer ihn ansprach

"Das hat gereicht", sagt Roitner. Der 30-Jährige soll dann ausgerastet sein. Das Opfer sei Richtung Südbahnhofmarkt davongelaufen. "Der Beschuldigte hat ihn eingeholt" und schließlich mehrmals mit der Axt auf ihn eingeschlagen.

Zum Motiv sagte der 30-Jährige selbst, er habe "eine Wut gehabt", weil ihn das spätere Opfer angesprochen hatte. Zudem soll der Beschuldigte laut Roitner gesagt haben, es "wäre ihm egal gewesen, wenn das Opfer stirbt".

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Diese Darstellung dürfte allerdings nicht vollständig mit den bisherigen Erkenntnissen übereinstimmen. Mehrere Zeugen hatten angegeben, dass der 40-Jährige zum Zeitpunkt der Attacke gerade am Südbahnhofmarkt zu Mittag saß, als der Täter plötzlich "völlig unvermittelt", wie es die Polizei formulierte, auf ihn losging.

Doch kein "Zufallsopfer"?

Zuletzt hatte die Polizei auch von einem "Zufallsopfer" gesprochen. Die Schilderung des Beschuldigten, wonach es zuvor eine direkte Begegnung und ein Nachlaufen gegeben haben soll, wirft daher neue Fragen zum tatsächlichen Ablauf auf.

Unstrittig ist: Der 30-Jährige hatte die Axt schon bei sich – laut Staatsanwaltschaft steckte sie in seinem Rucksack. Noch am selben Tag soll er damit außerdem ein Auto beschädigt haben, bevor er schließlich nach Linz fuhr, wo es zu der blutigen Attacke kam.

Gutachten soll psychischen Zustand klären

Über den Beschuldigten wurde U-Haft beantragt, eine Entscheidung dazu wird noch für Freitag erwartet. Zudem wurde ein psychiatrisches Gutachten in Auftrag gegeben, um den psychischen Zustand des Mannes zu klären. Selbst äußerte sich der Beschuldigte dazu laut Roitner noch nicht, die Ermittlungen wegen versuchten Mordes dauern an.

{title && {title} } red, {title && {title} } 17.04.2026, 21:24
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