Ein Wolf in unmittelbarer Nähe eines Bauernhofs in St. Georgen am Walde (Bez. Perg) sorgt für Unruhe. Anfang der Woche wurde das Tier erstmals gesichtet – danach kam es wiederholt zurück und suchte gezielt die Nähe eines landwirtschaftlichen Betriebs.
Besonders brisant: Trotz mehrfacher Vergrämungsversuche zeigte der Wolf keinerlei Scheu. Statt sich zurückzuziehen, blieb er in Siedlungsnähe – ein Verhalten, das laut Aussendung des Landes OÖ als hochproblematisch gilt.
Für Agrar-Landesrätin Michaela Langer-Weninger (ÖVP) ist die Lage eindeutig: "Wenn Wölfe die natürliche Scheu vor dem Menschen verlieren, ist die rote Linie ganz klar überschritten und entschlossenes Handeln gefragt." Der Schutz der Menschen und der bäuerlichen Familienbetriebe hätten für die "oberste Priorität".
Das Land reagiert jetzt mit einer klaren Maßnahme: Der Wolf wird als sogenannter "Risikowolf" eingestuft. Auf Basis der Wolfsmanagementverordnung wurde eine Abschussfreigabe erteilt – gültig bis Montag, 11. Mai, im Jagdgebiet St. Georgen am Walde.
Das sei für Langer-Weninger mehr als gerechtfertigt: "Indem wir rasch Maßnahmen setzen, wollen wir den Menschen die Sicherheit geben, dass wir an ihrer Seite sind. Der ländliche Raum ist Lebensraum und Heimat zugleich – und muss ein Ort bleiben, an dem sich jeder und jede frei bewegen kann."