Täter starb bei Frontal-Crash

Axt-Attacke – auch gegen Lkw-Lenker wird ermittelt

Nach der furchtbaren Attacke in Friesach (Knt.) starb der Täter durch einen Frontal-Crash mit einem Lkw. Nun wird auch gegen den Lkw-Lenker ermittelt.
Christian Tomsits
02.07.2026, 08:07
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Der Schock sitzt in Friesach (Ktn.) noch tief – in der Nacht auf Dienstag kam es in einem Mehrparteienhaus am Ortsrand zu einem furchtbaren Verbrechen. Der eifersüchtige Ex-Freund – ein 27-jähriger Konditor aus St. Salvator – verließ nach einem Telefongespräch mit dem neuen Freund der Mutter seiner Kinder abrupt seinen Arbeitsplatz und drang gegen 2 Uhr früh mit einem Zweitschlüssel in die Wohnung der Frau ein.

Dort verletzte er sie mit einer riesigen Axt schwer, tötete den neuen Freund (29). Die gemeinsamen Kinder schliefen währenddessen im Nebenraum. Danach flüchtete der Mann mit dem Auto der Ex, die sich mit letzter Kraft zu Nachbarn schleppen konnte, notoperiert und bereits aus dem Spital entlassen wurde – wir berichteten.

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Er raste die Friesacher Straße (B317), die bei St. Veit zur Klagenfurter Schnellstraße S37 wird, Richtung Klagenfurt. In St. Michael am Zollfeld zog er den Lenker nach links, krachte in einen entgegenkommenden Lkw.

In der Regel berichten wir nicht über Selbsttötungen – außer Suizide erfahren durch die Umstände besondere Aufmerksamkeit.

Wenn du unter Suizidgedanken, Depressionen oder anderen Ausnahmesituationen leidest, bietet die Telefonseelsorge unter der Nummer 142 von 0-24 Uhr kostenlos und anonym schnelle Unterstützung.

Weitere Ansprechstellen für Betroffene:

Kriseninterventionszentrum Wien: 01/40 69 595
Rat auf Draht: 147
Weisser Ring - Verbrechensopferhilfe: 0800 / 112 112

Nicht nur gegen den beim Unfall verstorbenen Täter ist nun bei der Staatsanwaltschaft Klagenfurt ein Ermittlungsverfahren anhängig. Auch gegen den bemitleidenswerten Lkw-Fahrer (47) läuft ein Verfahren wegen fahrlässiger Tötung im Straßenverkehr.

Ein Gutachten soll nun die Unfallursache klären, dann könnte es rasch zur Einstellung des Verfahrens kommen. Auch der Axt-Mord und die furchtbare Attacke auf die Ex werden aufgrund des Ablebens des Verdächtigen wohl bald zu den Akten gelegt. Zwei Obduktionen stehen noch aus – die des mutmaßlichen Mörders sowie die seines Opfers.

Indes herrscht Trauer und Fassungslosigkeit bei den Angehörigen beider Toten. Der Betrieb des 29-jährigen Kfz-Mechanikers, der seinen Verletzungen erlag, blieb vorerst geschlossen. Die Familie des Tatverdächtigen, der beim Unfall ums Leben kam, erklärt in seiner Todesanzeige: "Manche Dinge können wir nicht verstehen und niemals erklären…"

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