Baby trug keine Maske – Familie aus Airline geworfen

Der Frontier-Airlines-Flug von Miami nach New York wurde am Ende gestrichen.
Der Frontier-Airlines-Flug von Miami nach New York wurde am Ende gestrichen.OJPAC / David Zalubowski / AP / picturedesk.com
Eine jüdische Großfamilie musste in Miami ein Flugzeug verlassen, weil das 18 Monate alte Kind keine Maske trug. Vorschrift ist dies erst ab 2 Jahren.

Für Empörung und Entsetzen sorgt derzeit ein Masken-Fall aus den USA: Weil das 14 Monate alte Baby keinen Mund-Nasen-Schutz trug, soll eine jüdische Großfamilie dazu gezwungen worden sein, ein Flugzeug von Frontier Airlines in Miami im US-Bundesstaat Florida zu verlassen. Zudem sollen Mitarbeiter der Fluggesellschaft antisemitische Kommentare fallen gelassen haben, berichtet die britische Zeitung "Daily Mail". Die Fluglinie bestreitet die Vorwürfe.

"Das aufgetretene Problem betraf nicht das Kind. Es gab mehrere Erwachsene in der Gruppe, die sich trotz wiederholter Aufforderung weigerten, Masken zu tragen", heißt es in einer Stellungnahme von Frontier Airlines. Die Gruppe aus 22 Personen sagt allerdings etwas anderes. Und auch Videos, die in den Sozialen Medien kursieren zeigen, wie eine Gruppe Menschen ein Flugzeug verlässt und alle Erwachsenen vorschriftsmäßig Masken tragen.

Maske für Baby gesetzlich nicht vorgeschrieben

"Sie fragten eine meiner Töchter und meinen Schwiegersohn - sie hatten ein Baby im Alter von 18 Monaten - wo ist die Maske für das Baby? Meine Tochter erklärte, dass das Gesetz keine Maske vorschreibt", erzählte einer der Betroffenen, Martin Joseph, in einem Interview mit dem US-Sender ABC. Tatsächlich gilt auch in diesem Fall die Maskenpflicht laut Richtlinien erst ab einem Alter von zwei Jahren.

Antisemitische Kommentar

Außerdem wirft Joseph den Airline-Mitarbeitern vor, dass sie sich antisemitische geäußert hätten: "Wir haben es geschafft", soll jemand gerufen haben. Dies bestätigten auch andere Passagiere, vor laufender Kamera: "Ich habe gesehen, wie sie sich einander abklatschten und zueinander sagten: Gut gemacht."

Die Fluggesellschaft wiederum bestreitet auch diese Vorwürfe. Die jüdische-othodoxe Organisation OJPAC (Orthodox Jewish Public Affairs Council) fordert eine lückenlose Aufklärung des Vorfalls. Der Flug wurde am Ende übrigens gestrichen.

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