Bauchkrämpfe, Erbrechen

Milch abgelaufen – Wiener Baby landet in Notaufnahme

Milchpulver in einem Meidlinger Supermarkt war zwei Monate (!) abgelaufen. Eine 26-Jährige bemerkte das zu spät. Ihr Kind musste in die Notaufnahme.
Christian Tomsits
25.08.2025, 05:45
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Der Schock sitzt tief bei Petra (26, Name geändert) nach einem unglaublichen Vorfall: Die junge Mutter einer damals sechs Monate alten Tochter hatte Ende Mai in einer Filiale einer bekannten Supermarkt-Kette eine Packung Folgemilch gekauft. Was sie leider nicht sofort bemerkte: Das Haltbarkeitsdatum der Babymilch war längst überschritten und mit 27. März 2025 deklariert. Das Pulver war also zum Kaufzeitpunkt bereits über zwei Monate (!) abgelaufen.

Die Folgen für den Säugling, der damit zubereitete Milch bekam, waren dramatisch: "Nach dem Trinken hatte meine Tochter plötzlich schlimme Bauchkrämpfe und schrie vor Schmerzen. Wir wussten zuerst nicht, was los ist", berichtete Petra. Noch in der Nacht musste sie mit ihrem Kind in die Notaufnahme der Klinik Favoriten fahren.

"Die ganze Nacht hat sie immer wieder erbrochen", erinnert sich die junge Frau. Nach der Erstversorgung im Krankenhaus folgten noch Besprechungen mit der Kinderärztin. Brisant: Trotz Beschwerde-Emails seien dieselben abgelaufenen Babymilch-Packungen Anfang Juli noch im Regal gestanden.

Juristin Melanie Kolar vertritt die junge Mutter gegen den Supermarkt.
Denise Auer

"Wird das Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten, heißt das nicht, dass das Produkt damit verdorben ist. Solange die Verpackung luftdicht verschlossen ist, kann ein mikrobieller Verderb ausgeschlossen werden", meinte das Management des Konzerns noch zur Betroffenen, während sich die Filiale bereits betroffen entschuldigte und "interne Untersuchungen" ankündigte.

Gemeinsam mit Top-Juristin Melanie Kolar (Kanzlei Rast/Musliu) ging die 26-Jährige gegen die Supermarkt-Kette vor. Die bot ihr daraufhin 350 Euro Entschädigung an und bedauerte den Vorfall sehr. Ein zusätzlicher Blick auf das Ablaufdatum sei immer empfehlenswert. "Es geht mir nicht ums Geld, sondern ums Prinzip", sagt die Betroffene zu "Heute" und behält sich weitere rechtliche Schritte vor. Sie will, dass auch andere Mütter gewarnt sind. "Denn sowas kann richtig schlimm ausgehen."

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