Heftige Gewitter haben am Donnerstagabend in Teilen Salzburgs für dramatische Szenen gesorgt. Besonders schwer getroffen wurde Uttendorf im Pinzgau, wo der Tobersbach nach den intensiven Regenfällen über die Ufer trat. Wassermassen schossen durch Straßen, Höfe und Felder, die Feuerwehren standen im Großeinsatz.
Videos aus der Ortschaft, die Anwohner in den sozialen Netzwerken gepostet haben, zeigen reißende Wassermassen, die sich mit voller Wucht ihren Weg durch das Ortsgebiet bahnen. Die Fluten überschwemmten mehrere Ortsteile. Das genaue Ausmaß der Schäden war am Abend zunächst noch unklar. Eine Staumauer ist gebrochen, das Staubecken sei randvoll, hieß es am Abend in der ORF-"ZIB2".
Auch in der Nachbargemeinde Stuhlfelden sorgte das Unwetter für Probleme. Nach Angaben der Einsatzkräfte trat dort ebenfalls ein Bach über die Ufer. Zudem wurden Brücken beschädigt. Die Feuerwehren arbeiteten daran, starke Verklausungen zu beseitigen, um ein weiteres Ansteigen der Wassermassen zu verhindern.
Besonders kritisch entwickelte sich die Lage auch in Bad Gastein im Pongau. Dort gingen nach den heftigen Niederschlägen mehrere Muren ab. Eine Straße wurde verschüttet und unpassierbar, eine Brücke im Kötschachtal weggerissen. Mehrere Personen waren dadurch im Talschluss eingeschlossen und konnten das Gebiet nicht mehr selbst verlassen.
Ein Rettungshubschrauber wurde alarmiert, um die Lage zu erkunden beziehungsweise Hilfe zu leisten. Wann die eingeschlossenen Personen in Sicherheit gebracht werden können, war am Donnerstagabend noch unklar.
Die schweren Gewitter sorgten im gesamten Bundesland Salzburg für zahlreiche Feuerwehreinsätze. Einsatzkräfte waren vielerorts mit überfluteten Straßen, Vermurungen und den Folgen der heftigen Niederschläge beschäftigt. Die Behörden riefen die Bevölkerung dazu auf, betroffene Gebiete zu meiden und die Anweisungen der Einsatzkräfte zu befolgen.
Auch in der Landeshauptstadt selbst hinterlässt das Unwetter seine Spuren. Die Champions-League-Qualifikation zwischen RB Salzburg und Paphos ist seit der 15. Minute unterbrochen, an einen Wiederanpfiff ist derzeit nicht zu denken.
Und auch im Pinzgau werden bei diesen Bildern schlimme Erinnerungen wach. Im Sommer 2021 wurde der Bezirk von schweren Unwettern heimgesucht. Heftige Regenfälle ließen Bäche und Flüsse innerhalb kürzester Zeit über die Ufer treten. Muren verschütteten Straßen und Bahnstrecken, die Pinzgauer Lokalbahn ist bis heute noch nicht wieder aufgebaut.
Zahlreiche Häuser wurden überflutet oder beschädigt. Mehrere Ortschaften waren zeitweise von der Außenwelt abgeschnitten.