In Berlin ist ein Mensch an den Folgen einer Vibrionen-Infektion gestorben. Zusätzlich wurden zwei weitere Infektionen registriert, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso) im am Dienstag veröffentlichten epidemiologischen Wochenbericht bekanntgegeben hat.
Alle drei Betroffenen waren älter als 75 Jahre und galten somit als Risikogruppe. Vibrionen sind Bakterien, die man in Süß-, Brack- und Salzwasser findet.
Besonders sogenannte Nicht-Cholera-Vibrionen können sich bei Wassertemperaturen über 20 Grad und einem Salzgehalt zwischen 0,5 und 2,5 Prozent stark vermehren. In den Sommermonaten reichern sie sich dann oft in Küstengewässern an.
Kommt man mit offenen Wunden in Kontakt mit belastetem Wasser, kann laut Lageso eine Infektion entstehen. Genau das ist auch bei den drei Fällen in Berlin passiert. In allen Fällen entwickelte sich daraus eine Sepsis, einmal endete das tödlich.
Zwei der Erkrankten hatten sich laut Bericht im Meer- beziehungsweise Brackwasser in Mecklenburg-Vorpommern angesteckt. Woher die dritte Infektion stammt, wurde nicht bekanntgegeben.
Die Vibrionen-Saison 2026 hat laut Lageso relativ früh begonnen. Grund dafür dürfte die frühe Erwärmung der Küstengewässer durch die hohen Temperaturen sein. Im Vorjahr gab es zum gleichen Zeitpunkt erst eine Infektion.